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Wien: Christbaum wird Vogelhäuschen

Wien - Knapp zwei Monate hat der mächtige Christbaum auf dem Wiener Rathausplatz die Holzbuden auf dem dortigen Weihnachtsmarkt überstrahlt. Nun dient er selbst als Rohstoff für Holzhüttchen - für Vögel.

Zunächst wird der knapp 28 Meter hohe Ex-Christbaum am 8. Jänner umgeschnitten. Dann wandert das Geschenk aus Vorarlberg in ein Sägewerk nach Niederösterreich und wird dort zu Vogelnistkästchen und Futterkrippen verarbeitet.

Der Zuschnitt und der Bau der Nistkästen findet im wieneigenen Sägewerk Hirschwang statt, das im Quellschutzgebiet der ersten Hochquellleitung liegt. Rund einen Festmeter Holz dürfte der alemannische Riese liefern – genug Material für 60 Nistkästchen.

Hinter der Maßnahme stecke eine klare Strategie, betonte ein Sprecher von Umweltstadträtin Ulli Sima (S) gegenüber der APA. Schließlich seien Vögel der optimale Insektenschutz. Und durch die Bereitstellung der Fertighäuschen lade man diese ein, sich anzusiedeln.

Die meisten Vogelkästchen und Futterkrippen verbleiben im Quellschutzgebiet, einige werden allerdings auch in den Wäldern auf Gemeindegebiet montiert. Damit findet die 137-jährige Geschichte der Vorarlberger Fichte ein vorläufiges Ende.

In der Gemeinde Bezau gewachsen, wurde der Baum am 2. November 2006 gefällt und nach Wien transportiert. Der Christbaum für den dortigen Rathausplatz ist traditionell jedes Jahr das Geschenk eines anderen Bundeslandes. Feierlich illuminiert wurde das heurige Exemplar zur Markteröffnung am 18. November vom Vorarlberger Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) und dem Wiener Bürgermeister Michael Häupl (S).

Allerdings haben nur wenige ehemalige Wiener Weihnachtsbäume ein zweites Leben als Nistkästchen vor sich. Seit dem Jahreswechsel stehen über die Stadt verteilt 450 Sammelstellen für Tannen und Fichten zur Verfügung, die noch bis zum 14. Jänner geöffnet haben. Noch lässt sich keine Zwischenbilanz ziehen, im Vorjahr brachten die Wiener aber 666 Tonnen Baummaterial zu den Sammelpunkten. Die ausgedienten Christbäume werden heuer erstmals im neuen Biomassekraftwerk in Simmering verfeuert.

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