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Wien: "Beitragsfreie Kindergärten" feiern 10-jähriges Jubiläum

In den letzten 10 Jahren hat sich bei den Wiener Kindergärten einiges getan.
In den letzten 10 Jahren hat sich bei den Wiener Kindergärten einiges getan. ©APA/HARALD SCHNEIDER
Die beitragsfreien Kindergärten in Wien feiern ihr 10. Jubiläum. Seit 2009 hat sich einiges getan bei den Wiener Kindergärten. Hier erhalten Sie einen Überblick.

Im Herbst 2009 wurde ein beitragsfreier Kindergarten in Wien eingeführt. Für Wiener Familien war es ein Meilenstein. Bürgermeister Michael Ludwig und Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky überraschten anlässlich des zehnjährigen Jubiläums den Kindergarten in der Lustkandlgasse in Wien-Alsergrund mit einer Torte.

Wiener Kindergärten erfreuen sich großer Zufriedenheit

"Die Zufriedenheit der Eltern mit den Kindergärten in Wien ist sehr hoch und die Erfahrungen zeigen, dass Kinder von einem Besuch enorm profitieren", so Ludwig und Czernohorszky. "Wien kümmert sich auch weiterhin darum, dass Wiener Familien mit diesem Angebot nicht nur beste Bildung für ihre Kinder bekommen, sondern auch finanziell entlastet werden."

"Flächendeckende und qualitativ hochwertige Kindergärten sind Voraussetzung dafür, dass Kinder einen optimalen Start ins Bildungsleben haben. Als erste Bildungseinrichtung bietet der Kindergarten vielfältige Impulse und den besten Rahmen für kindgerechte Lernprozesse", sagt auch Abteilungsleiterin Daniela Cochlár.

Wien: Positive Zahlen sprechen für sich

Auch die Zahlen der letzten Jahre sprechen für sich. Seit 2009 konnten rund 252.000 Kinder einen beitragsfreien Kindergarten besuchen. Begonnen wurde 2009 mit 61.000 Kindergartenplätzen. Aktuell gibt es bereits rund 86.000 Plätze. Somit gibt es über 25.000 Plätze mehr als noch vor zehn Jahren.

Für die Stadt Wien-Kindergärten umfasst das Gesamtbudget im Jahr 2019 rund 870 Millionen Euro. Hier hat sich das Budget um 421 Millionen Euro im Vergleich zu 2009 erhöht. Diese Mittel helfen nicht nur bei der Finanzierung vom Betrieb der städtischen Kindergärten, sondern auch die privaten Plätze werden gefördert. Pro Kind kann sich eine Wiener Familie bei einem beitragsfreien Kindergarten insgesamt 3.000 Euro pro Jahr sparen. In fünf Kindergartenjahren sind das also rund 15.000 Euro.

In den letzten zehn Jahren wurden außerdem rund 10.000 Tonnen Bio-Essen an die Kindergärten der Stadt Wien geliefert. Dabei waren Spaghetti Bolognese, Palatschinken und Grießnockerlsuppe bei den Kindern besonders beliebt. In den Stadt Wien-Kindergärten kamen außerdem rund 600.000 Buntstifte zum Einsatz. Damit könnte eine Bunstiftkette von Wien bis nach Mürzzuschlag in der Steiermark gelegt werden.

Immer mehr männliche Pädagogen in Wiener Kindergärten

Bei den städtischen und privaten Kindergärten in Wien sind insgesamt rund 26.000 Menschen angestellt. Rund drei Prozent aller Wiener Beschäftigten arbeiten also in Kindergärten. Die Zahl der männlichen Kindergartenpädagogen hat sich dabei in den vergangenen zehn Jahren mehr als vervierfacht. 2009 waren noch 35 Pädagogen angestellt, 2019 sind es bereits 154.

Auch die Sprachförderung wurde ausgebaut. 2009 gab es insgesamt 35 Sprachförderer, heuer sind es bereits 250. Weiter 120 sollen noch hinzukommen.

Der Männeranteil lag 2009 an der stadtteigenen Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik noch bei sechs Prozent. Die Zahl konnte in den vergangenen Jahren auf 18 Prozent gesteigert werden. Derzeit besuchen 110 Männer die Ausbildung.

86.000 Kindergartenplätze in Wien

Für 0 bis 6-Jährige gibt es Wien rund 86.000 Kindergartenplätze. Davon wird mehr als 60 Prozent in Wien von privaten Bildungseinrichtungen bereitgestellt. Im Rahmen des Modells "beitragsfreier Kindergarten" werden dieses von der Stadt Wien gefördert. Insgesamt stehen für rund 45,4 Prozent der unter Dreijährigen und über 100 Prozent der Drei- bis Fünfjährigen Plätze zur Verfügung.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Wien mit längsten Öffnungszeiten

Nach wie vor haben die Kindergärten in Wien die längsten Öffnungszeiten und die geringsten Schließtage. Durchschnittlich gibt es in Wien nur sieben Schließtage. Somit weißt Wien mit Abstand die geringsten Schließtage auf. 96,5 Prozent der Kindergärten in Wien haben neun oder mehr Stunden am Tag geöffnet.

"Ein wichtiger Aspekt bei der Schaffung neuer Plätze ist für uns die Vereinbarkeit von Beruf und Familie", so Czernohorszky. "Wir haben in Wien bei den Kindergärten eine sehr hohe Betreuungsdichte, Job-orientierte Öffnungszeiten und wenige Schließtage: Das ermöglicht Wiener Müttern und Vätern, einer Vollzeitbeschäftigung nachzugehen."

Damit das auch so bleibt, werden laufend neue Plätze geschaffen. 2019 entstehen über 2.000 neue städtische und private Plätze.

Neue Kindergärten in Wien

In Wien-Simmering in der Ehamgasse 22 und in Wien-Favoriten in der Grundäckergasse 20 haben kurzem neue Kindergärten ihre Pforten geöffnet für mehr als 200 Kinder geöffnet.

Im September nahm dann der Kindergarten im Bildungscampus im 22. Bezirk in der Berresgasse seinen Betrieb mit mehr als 230 Plätzen auf. Im 21. Bezirk in der Tomaschekstraße 42 und im 23. Bezirk in der Lastenstraße 15 wurden zeitgleich zwei weitere Kindergärten in Betrieb genommen.

(Red)

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