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Wien als Ausnahme: 15 Fachkräfte für eine Stelle

WKÖ Präsident Harald Mahrer sagt, dass es ohne Zuwanderung nicht geht.
WKÖ Präsident Harald Mahrer sagt, dass es ohne Zuwanderung nicht geht. ©APA/Georg Hochmuth
162.000 Fachkräfte fehlen laut Wirtschaftskammer. Jedoch nicht in Wien. Hier kommen 15 Bewerber auf eine Stelle.

Die Wirtschaft beklagt einen massiven Fachkräftemangel, es sollen rund 162.000 Personen fehlen. Ein Blick auf die Statistiken der Wirtschaftskammer auf deren Homepage offenbart ein differenziertes Bild: So kommen in Wien 15 Bewerber auf eine Stelle, im Burgenland sind es 7,4 und in Kärnten 5,2. In “Industrieland” Oberösterreich sind es hingegen 1,6 und in Salzburg 1,7 Suchende pro offener Stelle.

Lehrlingsrückgang in Wien am geringsten

Demgegenüber steht ein besonders großer Rückgang bei den Lehrlingen in Westösterreich. So verzeichnete Vorarlberg bei Lehrlingsausbildungen im Bürobereich zwischen 2012 und 2017 ein Minus von 25,7 Prozent, Kärnten und Tirol lagen nur knapp darunter. In Wien hingegen sank die Zahl “nur” um 12,2 Prozent.

Nur 11 Prozent Auspendler in Wien

Die Sonderstellung Wiens am Arbeitsmarkt zeigt die Statistik über den Anteil der Auspendler unter den im jeweiligen Bundesland wohnhaften Erwerbstätigen (die Zahlen sind aus 2015): Während in Wien unter den Beschäftigten nur 11 Prozent auspendeln, verlassen 37 Prozent der Burgenländer und 28 Prozent der Niederösterreicher ihr Bundesland, um woanders zu arbeiten.

Fachkräftemangel
Fachkräftemangel ©APA

Mahrer: Kommen ohne Zuwanderung nicht aus

Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer reichen die Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung des Fachkräftemangels nicht. Es fehlt eine “verdammt große Zahl” an qualifizierten Arbeitskräften, so Mahrer am Dienstag vor Journalisten. Seine Schlussfolgerung daraus: “Wer glaubt, ohne qualifizierte Zuwanderung auszukommen, der irrt.”

Lehrlinge sollen auch aus Drittstaaten kommen

Ob der Zuzug von Menschen aus Drittstaaten, also außerhalb der EU, auch für Lehrlinge gelten soll, beantwortete Mahrer so: Dies sei die “letzte Möglichkeit”. Wie durch die Zuwanderung durch qualifizierte Fachkräfte das Problem des Personalmangels in einfachen Tätigkeiten, z.B. in der Gastronomie, gelöst werden soll, beantwortete Mahrer nicht konkret, verwies aber darauf, dass diese Jobs ohnehin weniger würden.

Schwerpunktsetzung bei Lehrlingsausbildung

Die von der Regierung gepriesene Rot-Weiß-Rot-Card für die Zuwanderung aus Staaten außerhalb der EU sei zu bürokratisch und die Mangelberufsliste ebenso, kritisierte der ehemalige Wirtschaftsminister Mahrer. “Kleine Einzelmaßnahmen” würden jedenfalls nichts helfen.

Vielmehr sieht Mahrer die Notwendigkeit einer Schwerpunktsetzung, etwa bei der Lehrlingsausbildung. Der von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) angekündigte “Jobgipfel” könne nur ein “erster Schritt” sein, so Mahrer.

Von offenen Stellen zu reden sei “polemisch”

Dass es in manchen angeblichen Mangelberufen mehr Bewerber als offene Stellen gebe, wie die Arbeiterkammer und die Gewerkschaften argumentieren, ließ der WKÖ-Chef so nicht gelten. Dies sei “polemisch”, wenn den Betrieben de facto das Personal fehle.

WKÖ fordert angepasste Krankschreibungen

Eines der “Handlungsfelder” ortet die Wirtschaftskammer bei den Krankschreibungen. Sie fordert hier eine “tätigkeitsbezogene Krankschreibung für Phasen kürzerer Krankenstände”. Als Beispiel nannte heute WKÖ-Arbeitsmarktexperte Martin Gleitsmann ein gebrochenes Bein, das trotzdem gewisse Bürotätigkeiten zulasse.

Keine Erfahrungswerte bei 12-Stunden-Tag

Bei der Einführung der Möglichkeit des 12-Stunden-Tages und der 60-Stunden Woche mit 1. September gebe es bisher noch keine Erfahrungswerte, so Mahrer. WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf meinte, es werde sich an der betrieblichen Praxis ohnehin kaum etwas ändern. Zum Teil sei nun legalisiert worden, was ohnehin schon auf betrieblicher Ebene ausgehandelt wurde, so Kopf am Dienstag vor Journalisten.

(APA/Red)

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