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Wiederholte Wahl: Bludenzer Wahlkarten-Debakel weckt Erinnungen an 2000

Die Bludenzer Gemeindewahl 2000 musste wiederholt werden.
Die Bludenzer Gemeindewahl 2000 musste wiederholt werden. ©VOL.AT
Bludenz. Die Polizei ermittelt wegen Unregelmäßigkeiten bei der Ausgabe von Wahlkarten für die Bürgermeister-Stichwahl am kommenden Sonntag in Bludenz. Von einer Anfechtung oder Verschiebung ist nicht die Rede, aber schon einmal musste eine Wahl in der Alpenstadt wiederholt werden.

Im aktuellen Fall deutet bislang nichts darauf hin, dass die Stichwahl am Sonntag nicht wie geplant über die Bühne gehen könnte. Der aktuelle Fall weckt aber Erinnerungen, denn Unstimmigkeiten beim Ergebnisprotokoll eines Wahlsprengels hatten in Bludenz schon einmal eine Wiederholung der Gemeindevertretungswahl nach sich gezogen.

Stichwahl in Bludenz: “70 bis 100 Wahlkarten ohne Vollmacht ausgegeben”

Unautorisierte Nachzählung und Korrektur

Im Jahr 2000 hatten zwei dazu nicht befugte Beamte des Rathauses in der Nacht nach dem Urnengang eine Nachzählung durchgeführt und auch gleich das Ergebnis korrigiert. Ein Mandat wanderte von der SPÖ zur ÖVP.

Bludenzer Gemeindewahl 2000 wurde wiederholt

Die SPÖ focht die Wahl daraufhin an und bekam Recht. Die Gemeindewahl musste im Jänner 2001 wiederholt werden. Sie brachte der SPÖ einen Stimmenzuwachs von 2,1 Prozentpunkten (33,62 Prozent) und ein weiteres Mandat in der Stadtvertretung. ÖVP und Freiheitliche konnten hingegen nur mit Mühe ihre für eine Fortführung der Koalition nötige 50-Prozent-Mehrheit (40,01 bzw. 10,10 Prozent) verteidigen. (red/APA)

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