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Wieder schwere Schäden durch Unwetter

Durch die starken Niederschläge im Gebiet um Lochau (Bezirk Bregenz) dürfte erneut großer Schaden entstanden sein. Schon die Unwetter der vergangenen Tage richteten einen Schaden von weit über einer Million Euro an
Gefährlicher Einsatz für Bagger
Luftaufnahmen von Lochau
Neue Schanze: Drainage Arbeiten
Neue Schanze: Erste Aufräumarbeiten
Dornbirn: Straße rutscht ab!
Murenabgang auf der Fluh
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Die Einsätze konzentrierten sich vor allem auf die Gemeinden Lochau, Hörbranz und Bregenz-Fluh (alle Bezirk Bregenz). Laut Angaben der ZAMG fielen von Donnerstagabend bis Freitag früh in dem Gebiet rund 45 Liter Regen pro Quadratmeter. Die Bahnlinie zwischen Bregenz und dem bayrischen Lindau war ab 2.15 Uhr unterbrochen, seit 6.30 Uhr ist die Strecke laut ÖBB-Angaben wieder in Normalbetrieb.

Mehrere Straßenverbindungen mussten gesperrt werden, sie wurden teils schwer beschädigt. Die Pfänderstraße wurde gleich mehrfach erneut verlegt, sie bleibt über das Wochenende gesperrt, so Sicherheits-Landesrat Erich Schwärzler (V) nach einer Lagebesprechung am Freitagnachmittag. “Es sind aber alle Häuser erreichbar”, erklärte er.

In Lochau, der am stärksten betroffenen Gemeinde, traten die Bäche im Dorf über die Ufer, Wasser lief in private Keller und Tiefgaragen im Ortszentrum. In der Volks- und Hauptschule der Gemeinde stand das Wasser laut Feuerwehrangaben zeitweise bis zu einem Meter hoch. Auch die Mehrzweckhalle, das Heizwerk und das Gebäude des Strandbads wurden beschädigt. “Die letzte Nacht war von den Niederschlägen her eine Katastrophe”, so Lochaus Bürgermeister Xaver Sinz. Wie groß der Schaden ausfiel, war vorerst noch offen.

Wer sich aktiv an den Aufräumarbeiten beteiligen will, kann sich Samstag früh, 8.00 Uhr, vor dem Gemeindeamt Lochau einfinden. “Am besten man bringt gutes Schuhwerk mit und eigenes Werkzeug”, so Bürgermeister Sinz. Nach einer Einteilung in Gruppen könnten sich die Freiwilligen an der Räumung von Feldern und Instandsetzung von Wegen beteiligen.

Sorgen bereiteten weiter vor allem die vollgesogenen Hänge am Pfänder, da die Rutschungen der vergangenen Tage nach den anhaltenden Regenfällen neuerlich in Bewegung geraten waren. Nach einem Murenabgang in Bregenz-Fluh mussten vier Bewohner eines Hauses evakuiert werden. Der Erdrutsch, der auch Bäume mitriss, kam kurz vor dem Gebäude zum Stillstand. Ein weiteres Haus wurde unterspült, auch seine Bewohner mussten vorerst ausziehen. Der Landesgeologe nehme die Situation in Augenschein, dann werde entschieden, ob und wann die Bewohner zurück könnten, so Schwärzler.

Der Hang oberhalb der Wohnanlage “Neue Schanze”, die am Dienstag von einem Rutsch bedroht worden war, ist laut Schwärzler (V) dagegen stabil geblieben. “Die gute Nachricht: Der Hang hat sich null Millimeter bewegt”, sagte er. Dennoch sei wieder Wasser in Wohnungen eingedrungen. Die Arbeiten, um den Hang zu entwässern, würden fortgesetzt.

In Mitleidenschaft gezogen wurden auch die Bregenzer Festspiele. Verdis “Aida” musste am Donnerstagabend im Festspielhaus gespielt werden, weil die starken Regenfälle eine Aufführung auf der Seebühne nicht zuließen, informierte Pressesprecher Axel Renner.

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