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Wieder Krach zwichen Sutterlüty und Spar

Schwarzach - Zahlreiche Bauern sind von der Teilnahme am Nahversorgerpreis ausgeschlossen.

Jürgen Sutterlüty ist hörbar verärgert, wenn man ihn auf den Nahversorgungspreis „luag druf“ anspricht: „Ich kann nicht verstehen, warum ausgerechnet das Vorarlberger Unternehmen mit dem bei Weitem größten Anteil an regionalen Produkten und all unsere Partner von der Teilnahme ausgeschlossen sind.“ Konkret geht es um den land- und forstwirtschaftlichen Zukunftspreis, der gemeinsam von der Landwirtschaftskammer und dem Ländle Marketing vergeben wird. Teilnahmeberechtigt sind die Lieferanten von Lebensmittelbetrieben, die „von selbstständigen Kaufleuten, einer Genossenschaft oder einem Verein“ betrieben werden. Das hat zahlreiche Bauern, Sennereien und Metzger auf die Palme getrieben, ist Sutterlüty doch einer der größten Abnehmer ihrer Produkte. Auf selbstständige Spar- oder Adeg-Kaufleute trifft das zu, auf die 21 Sutterlüty-Filialen hingegen nicht. Das Unternehmen gehört zu 75,1 Prozent der Familie Sutterlüty. Seit November 2003 ist die Rewe-Gruppe mit 24,9 Prozent beteiligt; damals war Sutterlüty im Unfrieden von Spar geschieden und eine Einkaufs­kooperation mit Rewe eingegangen.

Vortrag in Deutschland

„Wir haben 60 bis 70 Projekte laufen, von der Frischmilch über Biorindfleisch, das Ländle-Premium-Schwein, KäseStrasse Bregenzerwald, Honig, Marmelade bis zu Früchten und Beeren. Unsere Lieferanten können sich an der Ausschreibung zum Nahversorgungspreis nicht bewerben“, ist Sutterlüty empört. Als die „VN“ ihn am Telefon erreichen, ist er gerade auf dem Weg nach Deutschland – zu einem Vortrag vor 4000 Einzelhändlern über Projekte zur Regionalentwicklung.

„Bauern gehören hinein“

In einem Brief an den Landeshauptmann, die Landwirtschaftskammer, den Agrar-Landesrat und das Ländle-Marketing hat Sutterlüty sein Unverständnis deponiert und um Auskunft über die Hintergründe gebeten. „Antwort gab es bisher noch keine“, erklärt er auf Anfrage der „VN“. Mag. Sandra Feldkircher, Geschäftsführerin des „Ländle Qualitätsprodukte Marketing“ verweist auf Wirtschaftskammer und den „Verein für dörfliche Nahversorgung“: Diese beiden Organisationen hätten die Definition festgelegt. Für Agrarlandesrat Erich Schwärzler ist jedoch klar, „dass die Bauern drin sein müssen.“ Konkret nennt er Bertram Martin, dessen Martinshof Sutterlüty mit Nudeln beliefert. „Wir werden einen Weg finden“, sagt Schwärzler auf Anfrage der „VN“. Sutterlüty-Lieferanten sollten sich bewerben; dann würden sie auch berücksichtigt, obwohl die Ausschreibung das ausschließt. Die offizielle Ausschreibungsfrist hat allerdings offiziell gestern, am 18. September, geendet. Ob sie nun verlängert wird, konnte Schwärzler nicht sagen. Das Büro von Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger war ges­tern, Freitag, „wegen einer betrieblichen Veranstaltung“ geschlossen. Sowohl in der Kammer selbst als auch am Mobiltelefon Moosbruggers meldete sich nur der Anrufbeantworter.

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