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"Wieder Fuß fassen"

Angemessener, finanziell leistbarer und gesicherter Wohnraum ist eine wichtige Grundlage für ein menschenwürdiges Leben. Der Erwerb einer Wohnung scheitert oft an finanziellen Hürden.

Das Land will Menschen aus Krisensituationen nun mit einem Sonderwohnbauprogramm helfen, berichten Soziallandesrätin Greti Schmid und Wohnbaulandesrat Manfred Rein heute, Montag, im Landhaus.

Der Erwerb bzw. Erhalt einer Wohnung scheitert oft an finanziellen Hürden, manchmal sind es formal rechtliche, persönliche oder andere Gründe. LR Schmid: “Unser Bestreben ist es, dass Menschen nach Krisen wieder Fuß fassen und sich auch dementsprechend wohnlich integrieren können.”

Mit dem Sonderwohnbauprogramm sollen im gemeinnützigen Mietwohnungsbau zusätzliche Wohnungen für den betroffenen Personenkreis mitgebaut werden, so LR Rein. Auch wenn Altwohnungen zur Wiedervergabe gelangen, wird geprüft, ob die eine oder andere Wohnung im Bestand an das Sonderwohnbauprogramm gebunden werden kann. Bedarf besteht vor allem in den städtischen Ballungsräumen und in den größeren Gemeinden des Rheintals.

Die Vergabe der Wohnungen läuft über das “Soziale Netzwerk”, in dem Vertreter der regionalen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe, des Wohnungsamtes, des Wohnbauträgers, der Sozialhilfeabteilung und der Abteilung Wohnbauförderung eingebunden sind. Es gibt eine Verträglichkeitsprüfung der einzelnen Wohnanlage, ob die Unterbringung von Bewohnern aus schwierigen Situationen möglich ist. Sozialarbeiter übernehmen die ambulante Betreuung. Die Wohnung wird für drei Jahre direkt an die ausgewählte Person vermietet. Nach gelungener Integration kann das Mietverhältnis normal verlängert werden.

Das Projekt Sonderwohnbauprogramm lebt stark von der Akzeptanz und vom Willen der betroffenen Menschen, wieder selbst zu wohnen. Wichtig ist für LR Rein auch die Zusammenarbeit mit den Gemeinden: Die Vergabe von Wohnungen erfolgt in enger Absprache mit dem örtlichen Wohnungsamt. Gerade im Hinblick auf sensible Vergaben bedarf es einer gegenseitigen Abstimmung. Das Programm startet in jenen Gemeinden, die für diesen Prozess offen sind.

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