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Wie viel Trinkgeld ist im Urlaub angebracht?

Nicht in jedem Land ist Trinkgeld erwünscht.
Nicht in jedem Land ist Trinkgeld erwünscht. ©Bilderbox/Symbolbild
Vor Urlaubsreisen bereitet man sich auf vieles vor – die Frage nach der Angemessenheit von Trinkgeld stellt sich aber meist erst beim ersten Restaurantbesuch. Dabei kann man als Urlauber einiges falsch machen.

Denn: Andere Länder, andere Sitten! In Europa wird praktisch in allen Ländern Trinkgeld erwartet. Bei der Höhe gibt es länderspezifische Unterschiede. Kleinstbeträge wie etwa fünf Cent werden jedoch überall als unhöflich betrachtet.

Asiaten geben kein Trinkgeld

Trinkgeld ist im asiatischen Raum zum Beispiel eher unüblich. “In Vietnam ist Trinkgeld sogar offiziell verboten”, macht ÖAMTC-Touristikerin Dagmar Riedl aufmerksam. Wer dennoch etwas gibt, riskiert beleidigte Reaktionen. “Gutes Service gilt in Vietnam als Freundschaftsdienst”, weiß sie. Wer sich bedanken will, greift auf  kleine Geschenke zurück.

In Asien bildet Thailand eine Ausnahme, denn dort hat sich das monetäre Dankeschön durchgesetzt. “In den Tourismuszentren wird alles unter zehn Baht, also rund 20 Cent, als unhöflich bewertet”, so Riedl.

Europa: Zehn Prozent Trinkgeld

In Italien sind beispielsweise zehn Prozent üblich. Zusätzlich ist das Tischgedeck “Coperto” fixer Bestandteil der Essensrechnung. In Griechenland, Kroatien und der Türkei werden ebenfalls rund zehn Prozent erwartet. Im skandinavischen Raum ist ein Bedienungszuschlag meistens bereits inbegriffen. Ist der Service jedoch gut, ist es dennoch üblich Extra-Trinkgeld zu geben.

Während in Europa durchwegs zehn Prozent der Rechnungssumme als angemessenes Trinkgeld gelten, sollten Urlauber in Amerika 15 bis 20 Prozent einplanen. Selbst wenn bei der Rechnung ein Bedienzuschlag inkludiert ist, erwartet man Trinkgeld. “In den USA ist das Trinkgeld oft der wichtigste Teil des Einkommens. Das gilt nicht nur für die Gastronomie, sondern auch für Taxifahrer”, erklärt Riedl weiter.

Dem Barkeeper einen Drink spendieren

Nicht überall wird Trinkgeld über aufrunden und “stimmt so” gegeben. “Wer in Großbritannien oder Irland ein Pub besucht, zeigt seine Zufriedenheit durch ein Getränk für den Barkeeper”, sagt Riedl. Und in Frankreich wird zuerst bezahlt und dann das Trinkgeld auf dem Tisch liegen gelassen.

Und wenn die Fremdwährung in der Geldbörse einmal nicht ausreicht, um ein angemessenes Trinkgeld zu hinterlassen, können Reisende auf Euro zurückgreifen. “Allerdings sollte man beachten, dass in diesem Fall nur Geldscheine Sinn machen, weil Münzen nicht umgetauscht werden können”, so der abschließende Tipp der Touristikerin.

Trinkgeld-Sitten außerhalb Europas

  • In den nordafrikanischen Destinationen wie Ägypten, Tunesien oder Marokko geht nichts ohne “Bakschisch”. Im Restaurant sind zehn Prozent üblich, die Taxirechnung wird aufgerundet und jede noch so kleine Dienstleistung kostet ein paar Münzen. Das Trinkgeld ist Bestandteil des Lebensunterhaltes. Es sollte nicht zu großzügig, aber dennoch gern gegeben werden. Bei Reisegruppen übernimmt dies häufig der Reiseführer mit einem Pauschalbetrag.
  • Wer in Kenia auf Safari geht, sollte auch an das Begleitpersonal denken. Das Trinkgeld ist für die Safari-Begleiter eine wichtige Einnahmequelle. Ungefähr drei Euro pro Person und Tag sind üblich. In den Hotels und Restaurants werden in der Regel fünf bis zehn Prozent Bedienungszuschlag berechnet. Falls kein Zuschlag eingerechnet ist, sollte ein Trinkgeld gegeben werden.
  • In den USA sind Mitarbeiter der Restaurants, Hotels und anderer Dienstleister auf das Trinkgeld angewiesen. “Tipping” ist somit Pflicht. In Restaurants werden 15 bis 20 Prozent des Rechnungsbetrages als Trinkgeld erwartet, falls die Servicegebühr nicht schon auf der Rechnung angeführt ist. Übrigens: Personal, das einen zum Tisch begleitet, lebt ausschließlich vom Trinkgeld.
  • In China ist in einfachen Restaurants und Hotels kein Trinkgeld üblich. In den Touristenzentren hat es sich jedoch mittlerweile eingebürgert, dass die Rechnungen einen Bedienungszuschlag erhalten.
  • In Japan wird generell kein Trinkgeld gegeben. Hier kann man seine Dankbarkeit mit kleinen Geschenken ausdrücken, die man immer diskret und nicht vor den Augen anderer überreichen sollte. Andernfalls könnte es als Beleidigung aufgefasst werden.
  • In Thailand wird Trinkgeld unter zehn Baht (ca. 20 Cent) als Beleidigung empfunden. In den meisten Hotels kommt ein Bedienungszuschlag von zehn bis 15 Prozent auf die Rechnung. In Restaurants werden zehn Prozent erwartet.
  • In Australien war es bis vor einigen Jahren unüblich, Trinkgeld zu geben. Das hat sich inzwischen geändert. Bei gutem Service sind fünf bis zehn Prozent angemessen. Manchmal trifft man jedoch immer noch Menschen an, die kein Trinkgeld annehmen wollen. Das sollte man als Urlauber auch akzeptieren.
  • Bei Kreuzfahrten sollte man sich vorab informieren, ob und wie viel Trinkgeld gegeben wird. Bei vielen Reedereien hat es sich eingebürgert, dass automatisch acht bis zehn Euro pro Tag und Person als Servicepauschale auf die Rechnung gesetzt werden. Ist man damit nicht einverstanden, kann man als Reisender Einspruch erheben und einen neuen Betrag nennen.
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