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Wie in alten Zeiten

Beim „Türggobrätscha“ werden Maiskolben geschält und zum Trocknen aufgehängt.
Beim „Türggobrätscha“ werden Maiskolben geschält und zum Trocknen aufgehängt. ©Laurence Feider
Am Hof von Familie Meusburger wird das traditionelle „Türggobrätscha“ weitergelebt.
Türggobrätscha Meusburger

Dornbirn. Ein Hauch von Nostalgie wehte in den vergangenen Tagen am Hof von Familie Meusburger. Wie in alten Zeiten hatte man sich im Stadl zum traditionellen „Türggobrätscha“ getroffen. In gemütlicher Runde mit Kindern, Enkeln, Nachbarn und Freunden wurde der „Türggo“ (Riebelmais) geschält, verknüpft und aufgehängt. Dabei kam so manch alte Geschichte auf die Tapete, es wurde sinniert und vor allem viel gelacht. „So hat man es schon zu meines Vaters Zeiten gemacht“, erinnert sich Gertraud Meusburger, der es ein Anliegen ist, die alten Bräuche weiterzuleben.Früher war das Türggobrätscha ein Höhepunkt im gesellschaftlichen Leben im Herbst. Damals wurde die Wirtschaft im Werbenhof ausgeräumt und die Stammgäste durften mitbrätscha. Zur Belohnung gab es Speck und Most. Das ist auch heute noch so, auch Gertraud Meusburger kredenzte Glühmost, Schmalzbrote und Wienerle nachdem die insgesamt 1130 Maiskolben geschält waren. Und auch der Brauch, dass, wer einen roten Maiskolben erwischt, jemanden küssen muss, gilt auch heute noch – weshalb die Enkelin von Gertraud Meusburger die roten Kolben geflissentlich mied.

Kostproben des Vorjahresriebels gibt es am Freitag am Dornbirner Martinimarkt. Traditionell um 8.48 Uhr wird an Gertraud Meusburgers Stand der Martinimarkt mit Riebel und Kaffee eingeläutet, diesen gibt es auch heuer wieder gratis für alle die im „alto Häß“  kommen.

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