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"Wie am Fließband getötet"

Im "Todespfleger-Prozess" hat der Staatsanwalt am Dienstag in Kempten lebenslange Haft für den Angeklagten gefordert. In 13 Fällen sah er den Tatbestand des Mordes als erwiesen an.

in 14 Fällen liege Totschlag vor. Eine Patientin des Sonthofener Krankenhauses hat der mittlerweile 28-jährige ehemalige Krankenpfleger aus Sicht der Staatsanwaltschaft auf Verlangen mit einem Medikamenten-Mix zu Tode gespritzt. Der Vertreter der Anklage plädierte dafür, eine besondere Schwere der Schuld festzustellen – was eine vorzeitige Haftentlassung erschwert.

„Ich muss die Fälle hier wie am Fließband abhandeln, weil der Angeklagte auch wie am Fließband getötet hat“, entschuldigte sich der Staatsanwalt bei den Angehörigen. Schon vor Beginn seines Plädoyers hatte er die Hinterbliebenen um Verständnis gebeten, dass das Schicksal der einzelnen Opfer während des Prozesses an den Rand gedrängt worden sei.

Der Staatsanwalt betonte, angesichts der „unglaublich hohen Zahl der Delikte“, bei der einem „der Atem stockt“, seien in jedem einzelnen Fall eine lebenslange Strafe sowie die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gerechtfertigt.

Zudem verlangte er die Verhängung eines lebenslangen Berufsverbots für den ehemaligen Krankenpfleger und dessen Verurteilung zu 300 Tagessätzen wegen des Diebstahls von technischen Geräten aus verschiedenen Krankenhäusern. Ein weiteres in der Anklageschrift aufgeführtes Tötungsdelikt sowie der Vorwurf, der Angeklagte habe einer Patientin gegen ihren Willen eine Spritze unbekannten Inhalts verabreicht, ließen sich nicht ausreichend nachweisen.

Nicht nur das verlesene Geständnis des Angeklagten zu Prozessbeginn sowie seine Angaben gegenüber dem psychiatrischen Sachverständigen dürften nach Ansicht der Staatsanwaltschaft als Beweise gewürdigt werden. Auch die Aussagen bei der Polizei müssten beachtet werden. „Es gab keine Verfahrensfehler, die zu einer Unverwertbarkeit führen.“

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