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Wetter extrem: Schnee, Hochwasser, Sturm und extreme Kälte

Schneechaos in Spanien und Frankreich, wieder heftiger Regen und Sturm in Italien, enorme Kälte in Sibirien: Das Wetter in Europa und im Norden Russlands zeigt extreme Erscheinungen.

Schnee, Eis, Hochwasser: Franzosen, Spanier, Italiener und Österreicher haben zum Wochenbeginn die unangenehmen Seiten des Winters gespürt. In Frankreich waren auch am Montag nach stundenlangem Schneefall noch rund 80 000 Haushalte ohne Strom. In Spanien saßen Autofahrer im Schnee fest, und in Italien wurde in Rom sowie in Venedig erneut Hochwasseralarm ausgelöst. Im Süden Österreichs war das Lesachtal seit Montagmittag wieder von der Außenwelt abgeschnitten. In Deutschland war von winterlichen Bedingungen wenig zu sehen: “Trocken und trüb”, lautet die Vorhersage der Meteorologen.

 

Nach Dauerschneefall am Sonntag und einer Nacht ohne Strom entspannte sich die Lage im französischen Zentralmassiv am Montag nur sehr langsam. Viele Kinder kamen wegen der Schneemassen auf den Straßen nicht zur Schule. Die beschädigten Stromleitungen seien zum Teil nur schwer zu erreichen, sagte der Sprecher eines Energieversorgers. Man bemühe sich, die Versorgung so schnell wie möglich wieder herzustellen. In Südfrankreich wurden nach sintflutartigem Regen in einigen Orten Häuser evakuiert. Am Sonntag hatte das Schneechaos in Frankreich zwei Menschen das Leben gekostet.

Nach Schneestürmen in Nordspanien befreiten Soldaten 120 Autofahrer, die mit ihren Fahrzeugen festsaßen. Auf der Autobahn zwischen Oviedo und León lag der Schnee bis zu einem Meter hoch. Wegen der Schneefälle wurden 37 Bergpässe gesperrt. Auch die Berge der Sierra de la Tramuntana im Norden Mallorcas waren mit einer Schneeschicht bedeckt. Am Sonntag hatte ein Hagelschauer in wenigen Minuten Teile des Berglands mit einer Eisdecke überzogen.

Der Winter hat den Menschen im Süden Österreichs nur eine kurze Entspannung vom Schneechaos gegönnt. “Es kommt noch einiges auf uns zu. Der Schwerpunkt liegt weiterhin im Lesach- und oberen Gailtal, wo bis zu 50 Zentimeter Neuschnee dazu kommen können”, sagte ein Meteorologe der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Die Straße ins Kärntner Lesachtal wurde kurz nach Freigabe am Montag erneut gesperrt. In Kötschach-Mauthen wurde eine Bankfiliale geräumt, da sich eine Mauer unter der Schneelast auf dem Flachdach gekrümmt hatte.

In der Schweiz herrschte am Montag nach Schneefällen Lawinengefahr, wie die Behörden mitteilten. In den Kantonen Wallis und Tessin waren Täler teilweise von der Außenwelt abgeschnitten, nachdem Straßen und Schienenwege vorsorglich gesperrt werden mussten. In beiden Kantonen waren am Wochenende Lawinen niedergegangen, wobei es mindestens zwei Tote gab.

In Italien behinderten im Piemont und im Aostatal stundenlange Schneefälle den Verkehr. In Rom und in Venedig drohten nach Dauerregen erneut Überschwemmungen. Unter der Brücke bei der Engelsburg in der Hauptstadt versuchte die Feuerwehr, ein schwimmendes Restaurantboot zu befreien, das mit zwei anderen Kähnen unter der Brücke eingeklemmt war. Teile der ineinander verkeilten Boote seien gesprengt worden, hieß es. Die gesprengten Teile könnten sich an der Tibermündung stauen, so dass dort Überschwemmungen drohten. Der Tiber hatte am Wochenende mit 12,5 Metern den höchsten Wasserstand seit 40 Jahren erreicht. Italienische Behörden schätzten die Hochwasserschäden allein in Rom auf 150 Millionen Euro.

Sibirien – für Temperaturen unter minus 30 Grad bekannt – zittert unter ungewöhnlicher Kälte. Für die nächsten Tage rechnen die Meteorologen mit Werten bis minus 60 Grad, meldete die Agentur Interfax am Montag.

In Deutschland erwarten die Experten zur Wochenmitte einen Hauch von Winter. Tief “Verena” dringt über die Alpen vor und bringt gebietsweise etwas Schnee.

 

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