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Werbung von AK und WK - Das geben die Kammern aus

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Immer wieder gibt es Kritik an den Arbeiter- und Wirtschaftskammern, sei es aufgrund der Pflichtmitgliedschaft oder aufgrund deren Ausgaben. So auch aktuell von Gerald Loacker von den NEOS.

Auf der Webseite der Kommunikationsbehörde Austria werden quartalsmäßig die Werbeausgaben und Förderungen aller Unternehmen veröffentlicht, die der Kontrolle des Rechnungshofes unterliegen. Aufrufbar sind diese auf der Seite der Regulierungsbehörde, einsehbar sind immer zwei volle Jahre. Ausgewiesen werden Werbeausgaben, Förderungen und Kooperationen mit der Werbe- und Medienwirtschaft.

NEOS kritisieren Werbeausgaben

In den Reihen der NEOS wundert man sich hier über die Ausgaben der beiden Kammern in Vorarlberg, der Arbeiterkammer wie auch der Wirtschaftskammer. "Obwohl die Kammern sehr klein sind, liegen beide österreichweit im Mittelfeld bei den Werbeausgaben", sieht Gerald Loacker hier eine Verschwendung von Plichtgebühren der Mitglieder. Er fordert eine Beschränkung der Werbeausgaben der Kammern.

Ausgaben der Länderkammern

Grundsätzlich lässt sich bei einem Vergleich der Zahlen sagen, dass sich die Ausgaben der Kammern eher an der Wirtschaftsleistung der Länder orientieren, als an der Einwohnerzahl. Vorarlberg hat das viertgrößte Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner Österreichs. Sowohl die Arbeiterkammer wie auch die Wirtschaftskammer liegen auf vergleichbaren Plätzen in der Reihung der Werbeausgaben nach Länderkammern, sogar etwas darunter (Platz 5 bis 6).

Werbung für Leistungen und WiFi

Es mag stimmen, dass die beiden Kammern nicht um Mitglieder werben müssen. Dennoch betonen beide Vertretungen, durchaus Notwendigkeit zu Werbemaßnahmen zu haben. Einerseits hat man Angebote und Leistungen, die den Mitgliedern bekannt gemacht werden müssen. Die Wirtschaftskammer muss hier als Betreiber außerdem auch das WiFi berücksichtigen, dessen Kursangebot auch beworben werden will. Gleiches gilt für das BFI der Arbeiterkammer.

Messen und Kooperationen

Andererseits sieht man auch die Notwendigkeit von Kooperationen gegeben, wie die i-messe der Wirtschaftskammer oder die Auszeichnung für Vorarlbergs besten Arbeitgeber durch die Arbeiterkammer. Diese sind ebenfalls mit Ausgaben verbunden und entsprechen in der Selbstwahrnehmung auch dem Auftrag der Kammern.

Werbepreis legt nicht der Kunde fest

Die Arbeiterkammer hatte im ersten Quartal 2019 außerdem bundesweit Wahlen abzuhalten. Schlussendlich kommt noch ein weiterer Punkt hinzu: Die Preise der Werbeindustrie orientieren sich ebenfalls nicht an der Einwohnerzahl, sondern an den Bedingungen des Marktes.

Das geben die Kammern aus

(Red.)

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