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Wer steckt hinter Conchita Wurst?

Tom Neuwirth steckt hinter der Kunstfigur Conchita Wurst.
Tom Neuwirth steckt hinter der Kunstfigur Conchita Wurst. ©APA/Oczeret (2007)
Als Neuwirth hatte er Erfolg, als Wurst den absoluten Durchbruch: Der gebürtige Oberösterreicher Tom Neuwirth hat auch im bürgerlichen Outfit Erfahrungen mit Shows im ORF gesammelt - mit seiner Kunstfigur Conchita Wurst samt Perücke und Vollbart hat der 25-Jährige nun beim Eurovision Song Contest 2014 in Kopenhagen seinem Siegerlied alle Ehre gemacht: "Rise Like A Phoenix".
Conchita Wurst triumphiert beim ESC
Conchita entzweite Österreich

Thomas Neuwirth, am 6. November 1988 in Gmunden geboren, wuchs im steirischen Bad Mitterndorf auf. 2006 trat der Modeschüler erstmals vor die nationale Fernsehgemeinde, als er an der dritten Staffel von “Starmania” teilnahm und dort Zweiter hinter Nadine Beiler wurde. Im Jahr darauf war er Mitglied der Kurzzeit-Boyband “jetzt anders!” – gemeinsam mit Falco De Jong Luneau, Johannes “Johnny” K. Palmer und Martin Zerza.

Conchita Wurst “erscheint” 2011

Nach deren Auflösung wurde es wieder einige Zeit ruhiger um den 1,72 Meter großen Künstler, der 2011 die Modeschule in Graz abschloss. Im gleichen Jahr trat er dann in der ORF-Talentshow “Die große Chance” erstmals als bärtige Diva Conchita Wurst ins Rampenlicht – ein Kunstname, der verschiedenste Assoziationen ermöglicht, auch jene, dass sich zwei Geschlechter in einem Menschen verstecken können. Oder, dass der Mensch zählt, nicht sein Geschlecht, das eben “wurst” ist. “Conchita” soll der schwule Entertainer übrigens von einer lateinamerikanischen Freundin genannt worden sein.

Conchita Wurst nahm 2012 auch am österreichischen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest teil, wo sie aber den Trackshittaz unterlag. Im Vorjahr ging es für Conchita dann hart zur Sache, engagierte sie sich einerseits für die ORF-Reihe “Die härtesten Jobs Österreichs” als Fischverarbeiterin und andererseits für die RTL-Sendung “Wild Girls” in der Wüste, um dort Platz 7 zu erreichen. Als Song-Contest-Teilnehmerin Österreichs keine Castingshow absolvieren. Die Diva der besonderen Art wurde von Fachleuten gekürt, und ist nun tatsächlich wie ein Phönix aus der Asche gestiegen. Von gleich dreizehn Ländern wurde sie heute mit der Maximalpunktezahl von 123 Punkten bedacht.

Frau mit Bart als auffälliges Statement

Schon vor seiner Abreise nach Kopenhagen hatte Neuwirth verlauten lassen, die Figur der bärtigen Diva nicht so bald aufgeben zu wollen. “Prinzipiell schließe ich auch nicht aus, dass ich irgendwann die Perücke zuhause lasse, aber das wird in näherer Zukunft sicher nicht passieren. Meine Mission ist dann erreicht, wenn wir nicht mehr darüber diskutieren müssen, wen wir lieben dürfen.” Und da prognostiziere er seiner Frau Wurst noch ein langes Leben.

“Conchita verdankt ihre Geburt dem Umstand, dass Tom Zeit seines Lebens mit Diskriminierung zu kämpfen hatte”, heißt es auf der Website der Künstlerin. “Also schuf er eine Frau mit Bart. Als auffälliges Statement. Als Katalysator für Diskussionen über Begriffe wie ‘anders’ oder ‘normal’. Als Ventil, mit dem er seine Botschaft unübersehbar und unüberhörbar in alle Welt tragen will.” Das hat er bzw. sie heute eindrucksvoll geschafft. (APA)

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