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Wenn sich Kunst und Natur ergänzen

Das Ehepaar Ellensohn hat das gemeinsame Hobby in einem Skulpturengarten verwirklicht
Das Ehepaar Ellensohn hat das gemeinsame Hobby in einem Skulpturengarten verwirklicht ©edithhaemmerle
Skulpturengarten in der Montfortstraße 7

Brigitte und Gerhard Ellensohn haben ihren Garten mit Skulpturen belebt.

Dornbirn. Brigitte und Gerhard Ellensohn wollten Leben in ihren Garten bringen. Aus dieser Idee entstand im Laufe der Jahre ein einzigartiger Skulpturengarten in der Montfortstraße. Im Interview erzählt das Ehepaar mehr über ihr gemeinsames Hobby.

Wie kamen Sie auf die Idee, den Garten mit Skulpturen zu gestalten?
Brigitte und Gerhard: Wir wollten unseren Garten neu gestalten, oder besser gesagt, wir wollten Leben in unseren Garten bringen. Trotz Blumen und Pflanzen hat etwas gefehlt, das dem Ganzen Ausdruck verleiht. Wir haben über ein Jahr gebraucht, um zu wissen, wie wir es machen. Haben vieles wieder verworfen. Angefangen hat alles im Jahr 2003 mit einer Holzskulptur.

Weshalb sind Sie nicht beim Holz geblieben?
Brigitte und Gerhard: Holz ist von der Witterung abhängig und es hebt sich zuwenig vom Grün der Pflanzen ab. Wir wollten etwas, das schlicht in Form und Farbe ist, und sich trotzdem hervorhebt. Nachdem Kupfer und Bronze sehr teuer sind, haben wir uns auf Beton geeinigt. Die Skulpturen sollen für jeden erschwinglich sein. Zudem harmonieren die Betonskulpturen in ihrer schlichten Farbe und Form gut mit dem Grün des Gartens und heben sich trotzdem ab. Im Winter sieht der Garten wie tot aus, als würde er schlafen. Es fehlt der Kontrast zu den Skulpturen – das Grün der Pflanzen und die Farben der Blumen.

Wie ging es nach der ersten Holzskulptur weiter?
Brigitte und Gerhard: Die erste Betonskulptur nannten wir Adam und Eva. Das war der Grundstein für weitere Skulpturen aus Beton

Es muss schön sein, wenn ein Ehepaar sich in einem gemeinsamen Hobby verwirklichen kann.
Brigitte und Gerhard: Wir ergänzen uns in gemeinsamen Ideen, Gedanken und Gefühlen. Auf diese Weise ist eine Skulptur nach der anderen entstanden. Von der Idee bis zur Umsetzung vergehen aber oft bis zu zwei Jahre. Wir wollen keine Massenartikel. Bei uns sind es Einzelstücke, oder Auflagen bis zu maximal fünf Stück.

Was wollen Sie den Menschen mit Ihren Skulpturen vermitteln?
Brigitte und Gerhard: Wir möchten zum Nachdenken anregen. Jede Skulptur sagt etwas aus – eine verdeutlicht die Wirtschaftskrise vor zwei Jahren, eine andere drückt das Gefühl zweier Menschen aus. Jeder sieht etwas anderes in einer Skulptur. Jedem gefällt eine andere – vielleicht kann man sich selbst oder sein Leben ein stückweit damit identifizieren.

Die meisten Ihrer Skulpturen drücken Beziehung aus.
Brigitte und Gerhard: Das Leben ist Begegnung – es besteht aus Beziehung. Deshalb möchten wir das vorwiegend zum Ausdruck bringen.

Inzwischen ist in der Montfortstraße 7 ein einzigartiger Skulpturengarten entstanden. Geben Sie den Menschen Einblick?
Brigitte und Gerhard: Ja natürlich, die letzen drei Jahre hatten wir jährlich eine Vernissage mit sehr gutem Feedback, das uns immer wieder aufs Neue motiviert. Und je nach Bedarf veranstalten wir noch einen “Tag der offenen Tür”. Hier kann jeder, der Interesse hat, einfach vorbeikommen und sich den Skulpturengarten ansehen.

 ”Tag der offenen Tür” in Dornbirn, Montfortstraße 7, bei Gerhard und Brigitte Ellensohn, Tel. 0650 9508777.
Termin: SA. 2. Oktober, 10 bis 18 Uhr
Ersatztermin bei schlechter Witterung: SA, 9. Oktober, 10 bis 18 Uhr.
Homepage: www.gbkunst.info

Montfortstr. 7, 6850 dornbirn, austria

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