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Wenn nichts mehr hilft: Der schwere Gang zum Verkehrspsychologen

Feldkirch – VOL war heute zu Gast am Institut für Nachschulung und Fahrer-Rehabilitation in Feldkirch und sprach mit der Verkehrspsychologin Eva Breuß-Purtscher über ihr Berufsfeld.
Feldkirch - Wenn nichts mehr hilft: Der Gang zum Verkehrspsychologen

Das Institut für Nachschulung und Fahrer-Rehabilitation Vorarlberg ist Teil einer österreichweit tätigen Organisation, die sich mit Themen der Verkehrssicherheit befasst. Verkehrssünder, die bereits mehrfach auffällig geworden sind, müssen sich einer verkehrspsychologischen Untersuchung unterziehen. Aber nicht nur „Alkolenker“ befinden sich unter den Kunden von Frau Breuß-Purtscher, auch Fahrschüler, die ihre theoretische Prüfung beim fünften Mal nicht bestehen. Die Gründe für ein Versagen sind zahlreich, darunter z. B. auch eine lähmende Prüfungsangst. In einem gemeinsamen Gespräch wird den Ursachen auf den Grund gegangen, um diese möglichst effizient beseitigen zu können.

Grundsätzlich geht es bei einem verkehrspsychologischen Gutachten um die Feststellung, ob der Lenker fahrgeeignet ist, oder derzeit (noch) nicht. INFAR stellt die Fahrtauglichkeit aus psychologischer Sicht fest und reicht das Ergebnis an den Amtsarzt weiter, der in einem weiteren Schritt sämtliche Testergebnisse verschiedenster Prüfstellen zusammen führt – darunter u. a. auch ein medizinisches Gutachten – um anschließend zu entscheiden, ob die Fahrerlaubnis (wieder) erteilt werden darf. Die verkehrspsychologische Untersuchung dauert insgesamt drei bis vier Stunden und kostet 363 Euro.

Während des Tests werden keine Verkehrsregeln abgeprüft. Vielmehr kommt es darauf an, den Fahrzeuglenker auf sein Verantwortungsbewusstsein gegenüber sich und den anderen Verkehrsteilnehmer zu prüfen. Sieht der Verkehrssünder seine Schuld ein, oder empfindet er eine Art Schicksalhaftigkeit? Letzteres, erklärt Frau Breuß-Purtscher, sind die wirklich komplizierten Fälle. Die Erfolgsquote liegt bei ca. 75 Prozent, bei Buslenkern sogar über 90 Prozent. „Man muss angesichts dieser Quote keine Angst haben“, beruhigt die Verkehrspsychologin und beseitigt somit etwaige Ängste und Vorurteile ihrer Klienten.

Factbox: Steckbrief einer verkehrspsychologischen Untersuchung:

– einfache Aufgaben an einem Testgerät: Überprüfung von Basisfähigkeiten

– Persönliche Betreuung/Begleitung

– Fragebogen zu Meinungen/Einstellungen

– Gespräch mit der PsychologIn über das Führerscheinproblem

Feldkirch – Wenn nichts mehr hilft: Der Gang zum Verkehrspsychologen

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