Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Wenn Nachtschwärmer auf Spinner treffen

Den Expeditionsteilnehmern bot sich ein Einblick in die geheimnsivolle Welt der Nachtfalter.
Den Expeditionsteilnehmern bot sich ein Einblick in die geheimnsivolle Welt der Nachtfalter. ©Laurence Feider
Schmetterlings-Exkursion

Die Inatura lud zum nächtlichen “Schmetterlings-Watching.

Dornbirn. Trotz Dauerregen und herbstlichen Temperaturen trafen sich am Mittwoch abend rund dreissig wetterfeste Schmetterlingsliebhaber in der Dornbirner Inatura. Hier durften vorerst noch die Regenschirme zu bleiben und es sich im Trockenen gemütlich gemacht werden. In einem spannenden Vortrag entführte Dr. Peter Huemer die großen und kleinen Nachtschwärmer in die Welt der heimischen Schmetterlingsvielfalt. Zuerst räumte er mit Vorurteilen auf, dass Nachtfalter immer grau und hässlich und nur nächtens unterwegs sind. Ihre Erkennungsmerkmale sind vielmehr ihre unterschiedlich ausgeprägten Fühler von fadenförmig bis gefiedert, die nicht wie die der Tagfalter am Ende verdickt sind. Auch schlagen sie nicht wie ihre Tagverwandten in der Ruheposition die Flügel über dem Rücken zusammen, sondern breiten sie neben dem Körper aus oder legen sie dachförmig zusammen.

Einen Schwerpunkt widmete der Tiroler Schmetterlingsexperte anschließend der Gefährdung der nachtaktiven Tiere beispielsweise durch die zunehmende Lichtverschmutzung. Durch künstliche Lichtquellen werden die Falter geblendet und in ihrer Orientierung fehlgeleitet. Sie fliegen zwanghaft die Leuchtkörper, besonders tückisch die noch oft verwendeten Quecksilberdampflampen, an bis sie vor Erschöpfung verenden oder verbrennen. Dem kann durch so genanntes “gelbes Licht” gegengesteuert werden. “Jeder kann etwas zum Schmetterlingsschutz beitragen in dem er z.B. nicht nur englischen Rasen anpflanzt sondern den Faltern durch naturbelassene Blumen, heimische Pflanzen und Hölzer eine Umgebung schafft in der sie sich wohlfühlen. Das Verschwinden ganzer Schmetterlingsarten gefährdet nämlich das komplette Ökosystem, sie fehlen als wichtiges Glied in der Nahrungskette und als Bestäuber verschiedener Pflanzen.”, so Huemer.

Nach so viel wissenschaftlichem Input war es an der Zeit die Nachtfalter in ihrem natürlichen Lebensraum aufzuspüren. Ausgestattet mit Stirn- und Taschenlampen machten sich die Expeditionsteilnehmer auf zum Dornbirner Achufer wo Toni Mayr inzwischen Kunstlichteinrichtungen installiert hatte und auf tierische und menschliche Nachtschwärmer wartete. Wegen der kalten Temperaturen waren an diesem Abend jedoch von beiden Sorten nicht allzu viele unterwegs. Ein paar prachtvolle heimische Lindenschwärmer, Abendpfauenaugen, Zahnspinner und Spanner belohnten die Exkursionsteilnehmer dennoch für die zunehmend nasser werdenden Füße. Auch Köcher- und Schwebefliegen ließen sich von den Lichtquellen anziehen.

Weitere Termine für Schmetterlingsfans:
Sonderausstellung “Schmetterling – ganz schön flatterhaft”:
Noch bis 19. September 2010, täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr in der Inatura, Jahngasse 9, 6850 Dornbirn
Rahmenprogramm
Freitag, 2. Juli, 19 Uhr:
Diaabend “Schmetterlinge: geheimnisvoll, farbenprächtig und kaum bekannt”; Leitung: Sigi Erlebach

Freitag, 27. August, 20 Uhr 15:
Nachtexkursion “Weinschwärmer & Co” – Nachtfalter am Köder; Leitung: Toni Mayr

Genauere Informationen zu den Veranstaltungen auf www.inatura.at

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Dornbirn
  • Wenn Nachtschwärmer auf Spinner treffen
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen