Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Wenn Literatur "gesammelt" wird

Wie? Sie haben den Begriff "Poetry Slam" noch nie gehört? Keine Sorge, da sind Sie nicht die einzigen. Am Spielboden hat sich der Begriff mittlerweile fix etabliert.

Hierzulande ist diese Form der Literaturveranstaltung noch nicht so populär wie beispielsweise in Deutschland – dennoch wächst die Schar der Anhänger stetig. Der „Poetry Slam“ ist eine Art literarischer Performance-Wettbewerb, der sich seit seinen Anfängen in den 1980 er-Jahren – von Chicago ausgehend – über ganz Amerika und seit einigen Jahren auch bis in den deutschsprachigen Raum ausbreitet.

Am Spielboden Dornbirn findet seit drei Jahren halbjährlich ein „Poetry Slam“ statt, bei dem zehn Poeten in einem Performance-Wettbewerb gegeneinander antreten. „Mit tollem Erfolg – wir hatten bisher sechs Slams und der große Saal war immer gesteckt voll“, freut sich Kurator Jörg Meißner.

Der 18-jährige Daniel Haas aus Bregenz ist seit zwei Jahren mit von der Partie: „Ich habe im Alter von 15 Jahren mit dem Schreiben angefangen, bin dann durch ein Plakat auf den Poetry Slam aufmerksam geworden und dachte mir, dass das vielleicht eine gute Idee wäre“, erinnert er sich. Von den anfänglichen Startschwierigkeiten ließ sich Haas nicht entmutigen: „Anfangs habe ich sehr melancholische Texte im Sitzen vorgetragen. Als ich mich dann näher mit dem Thema Poetry Slam auseinandergesetzt habe, fiel mir auf, dass das völlig falsch war und dass es ja sehr um die Performance geht“, erklärt er.

Seitdem bemüht sich der Zivildiener darum, die Texte so humorvoll wie möglich zu gestalten – mit deutlichem Erfolg. „Daniel Haas hat sich stark entwickelt. So stark, dass wir ihn im November als ersten Dornbirner Teilnehmer zum „German International Poetry Slam“ in München entsenden werden“, verrät Jörg Meißner.

Der nächste Poetry Slam am Spielboden findet heute um 20 Uhr statt. Anmeldung für Slammer/innen: poetryslam@spielboden.at oder an der Abendkasse bis 19:45 Uhr. Eintritt: 9 Euro.

Stichwort: Poetry Slam

Der Begriff Poetry Slam bezeichnet einen literarischen Vortragswettbewerb. Es geht darum, eigene Texte innerhalb eines Zeitlimits (meist fünf, sechs oder sieben Minuten) vor Publikum vorzutragen. Bewertet werden sowohl Inhalt als auch Vortragsweise der Texte. Teil der Grundidee ist es, die Texte nicht nur zu lesen, sondern zu performen und wenn möglich auswendig vorzutragen. Erlaubt ist alles, was mit Stimme und Körper möglich ist. Inhaltlich wie auch formell gibt es keinerlei Vorgaben, und auf Slambühnen finden sich deshalb fast alle Formen moderner Literatur, von klassischer zerbrechlicher Lyrik über Standup Comedy bis zu Kurzgeschichten.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Wenn Literatur "gesammelt" wird
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen