Wenn dich das Reisefieber packt

Silvia und Ramona im "Reisefieber"
Silvia und Ramona im "Reisefieber" ©Gerty Lang
Die Leidenschaft fürs Reisen macht bei Mitarbeitern eines Reisebüros nie Feierabend.
Im Reisebüro

LUAG, WAS MA WERA KÜNNT – Reisebüroassistentin

Dornbirn. Damit man nicht nur mit dem Finger auf der Landkarte unterwegs ist, schnuppert man als Reisebüroassistentin auch den Duft der weiten Welt. Karel Gott, der musikalisch schon davon träumte, „Einmal um die ganze Welt“ zu reisen, könnte bei Herburger Reisen in Dornbirn/Bregenz ganz sicherlich geholfen werden. Was Musiker in ihren Liedern ausdrücken, setzen Reisebüromitarbeiter in die Realität um. Nach dem Abschluss der 3-jährigen HWL Marienberg, hat sich Silvia Gmeiner dazu entschlossen eine Ausbildung als Reisebüroassistentin zu machen. Durch ihre Schulbildung kommt sie in den Genuss einer verkürzten Lehre. „Wenn man etwas gerne macht, kann man auch gut verkaufen“, strahlt das sympathische Mädel. Für die 19-jährige ist der Kundenkontakt und über Urlaub zu reden wichtig. „Dank unserer Verbindung zu Reiseveranstaltern und Fluglinien suchen wir das richtige Angebot für unsere Kunden heraus, die ganz auf deren persönliche Bedürfnisse zugeschnitten sind“, fügt Chef Klaus Herburger hinzu. Das Interesse an Kultur und Landschaft eines Reiselandes ist für eine gute Beratung Voraussetzung. Die Damen vom Reisebüro schwärmen von ihren „Dienstreisen“. „Von den Reiseveranstaltern werden wir eingeladen, Destinationen und Hotels genau unter die Lupe zu nehmen, um eine optimale Beratung zu gewährleisten,“ erzählt ihre Ausbildnerin Ramona Lichtenberger. Da werden den Teams schon mal Reisen nach Nepal oder Singapur angeboten. „Anschließend trifft man sich dann in Bali, um ein Resümee zu ziehen “, so Herburger. Doch das ist anstrengend. Das hat nichts mit Badeurlaub oder Wandertouren zu tun. Täglich werden bis zu fünf Hotelanlagen auf Herz und Nieren geprüft; von der Küche bis zum Pool. Da kann es schon mal 22 Uhr werden. Silvia freut sich darauf, Länder und Orte kennen zu lernen. Sie weiß Bescheid über Unterkünfte, Verkehrsverbindungen, Zoll- und Visavorschriften und gesundheitliche Auflagen der verschiedensten Länder. Der Umgang mit den elektronischen Reservierungssystemen für Flug- und Hotel will gelernt sein. Theoretisches Knowhow lernt sie in der Berufsschule in Wien. „Für Fremdsprachen sollte man auch ein Gefühl mitbringen“, meint das Lehrmädchen bescheiden. Ein wichtiges Kriterium für den Beruf sind Kontaktfreudigkeit, Organisationstalent, Redegewandtheit und schriftliche Ausdrucksfähigkeit. Denn das Zusammenstellen von Reisen wird zu ihren Hauptaufgaben gehören. Gemeinsam im Team mit ihren Kolleginnen zu arbeiten macht Silvia sichtlich Spaß. „Es ist toll, wenn man von Kunden nach dem Urlaub Rückmeldungen erhält. Nur so kann man das Angebot verbessern. Schon ganz am Anfang meiner Lehre durfte ich Busreisen buchen. Meine Kolleginnen haben aber immer ein wachsames Auge, damit keine Fehler passieren. Da ich in allen Bereichen mitarbeiten darf, ist meine Ausbildung sehr gut.“ Mit der Lehre als Reisebüroassistentin kann man sein Reise-Hobby zum Beruf machen. Denn was gibt es Schöneres, als spannende Urlaubsdestinationen Tag für Tag auf den eigenen Schreibtisch zu holen?

Welche Weiterbildungen gibt es nach der Lehre zum Reisebüroassistenten?

Für die erfolgreiche Berufsausübung ist ständige Weiterbildung vor allem im Bereich der Fremdsprachen und der EDV notwendig. Neben diesen Ausbildungen bieten Reiseveranstalter Weiterbildungsmöglichkeiten durch Verkaufsseminare, Vorstellungen von neuen Reiseprogrammen und Reiseleiterkursen.

Was macht den Beruf aus?

 

Klaus Herburger, Chef

Das Schöne am Beruf ist der Kundenkontakt und über den Urlaub zu reden. Unsere Lehrlinge werden jedes Jahr auf eine Kurzstudienreise geschickt. Junge Menschen können besonders gut Vergnügungsparks verkaufen, denn sie waren und sind oft selbst mitten im Geschehen. Das Kalkulieren der Gesamtreisekosten gehört genauso dazu wie die Abrechnung und der anfallende Schriftverkehr mit Kunden und Anbietern.

 

Silvia Gmeiner, 2. Lehrjahr

Da ich auch privat sehr gerne reise, ist es für mich schlechthin der Traumberuf. Meine Lieblingsdestination ist Griechenland. Ich darf Kunden beraten, Pauschalreisen verkaufen, über E-Mail-Angebote erstellen, obwohl ich erst ein halbes Jahr in der Firma bin. Die Kundengespräche und den Schriftverkehr in einer Fremdsprache führen zu können, ist dabei Voraussetzung.

 

Ramona Lichtenberger, Ausbildnerin

Mit Unterstützung lernt man am besten. Deshalb darf Silvia unter Aufsicht schon fast alles machen. Sie lernt die verschiedensten Buchungssysteme kennen. Um fachkundige Auskunft geben zu können, ist es nötig, Qualität und Preise zu prüfen, ob telefonisch, schriftlich oder durch eigene Besichtigungsreisen. Auch die Planung und Durchführung von Werbemaßnahmen bieten Abwechslung.

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