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Weniger Gütertransport auf der Straße wegen Corona

Weniger Transporte im Straßengüterverkehr wegen Corona
Weniger Transporte im Straßengüterverkehr wegen Corona ©APA/THEMENBILD
Der Gütertransport auf der Straße ist im Vorjahr wegen der Coronakrise gesunken. "Im Corona-Jahr 2020 hat sich das Transportaufkommen österreichischer Unternehmen auf der Straße um 6,6 Prozent verringert, nachdem es in den Jahren davor kontinuierlich gewachsen war. Der Rückgang entsprach damit dem pandemiebedingten Einbruch der Wirtschaftsleistung, die ebenfalls um 6,6 Prozent zurückgegangen ist", so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Mit 375,6 Mio. Tonnen lag die beförderte Tonnage 2020 sogar leicht unter dem Wert des Jahres 2016 von 376,3 Mio. Tonnen. Zwischen 2016 und 2019 seien beim Transportaufkommen jährlich Zunahmen verzeichnet worden, so die Statistik Austria am Mittwoch in einer Pressemitteilung. 2019 betrug der Zuwachs 2,3 Prozent auf 402,2 Mio. Tonnen. Den stärksten Rückgang gab es 2020 im zweiten Quartal.

Mit 27,3 Millionen beladenen Fahrten wurde 2020 eine Transportleistung von 26,0 Milliarden Tonnenkilometern (tkm) erbracht, um 1,9 Prozent weniger als im Jahr davor. Außerhalb Österreichs verringerte sie sich um 4,5 Prozent auf 7,3 Mrd. tkm. Auf die Inlandsstrecken entfiel mit 18,7 Mrd. tkm (minus 0,9 Prozent) ein Anteil von 72,1 Prozent.

Zu Beginn der Coronakrise sank die Tonnage im ersten Quartal um 5,5 Prozent auf 75,5 Mio. Tonnen. Im zweiten Quartal, in das der größte Teil des ersten Lockdowns fiel - war der Rückgang mit minus 15,8 Prozent auf 88,9 Mio. Tonnen am größten. Im dritten und vierten Quartal fielen die Abnahmen dann moderater aus (minus 2,9 Prozent 108,5 Mio. Tonnen bzw. minus 2,3 Prozent auf 102,6 Mio. Tonnen).

Im Inlandverkehr sank das Transportaufkommen um 7,6 Prozent auf 348,5 Mio. Tonnen. Davon wurden 293,1 Mio. Tonnen auf einer Wegstrecke von bis zu 80 Prozent transportiert. Der Anteil der gesamten Tonnage, die durch österreichische Unternehmen im Inlandverkehr befördert wurde, lag bei 92,8 Prozent.

Im grenzüberschreitenden Empfang lag das Transportaufkommen mit 9,6 Mio. Tonnen um 3,5 Prozent unter Vorjahr. Im Transitverkehr kam es zu einem Rückgang um 3,2 Prozent auf 1,2 Mio. Tonnen.

Das Transportaufkommen der fuhrgewerblichen Unternehmen sank um 7,9 Prozent auf 203,2 Mio. Tonnen. Bei den im Werkverkehr tätigen Unternehmen betrug der Rückgang 5,0 Prozent auf 172,3 Mio. Tonnen.

Bei der mengenmäßig am häufigsten beförderten Güterabteilung "Steine, Erden, Bergbauerzeugnisse; Torf" gab es 2020 einen Rückgang um rund ein Fünftel auf 133,1 Mio. Tonnen. Die Transporte im Bereich "Holzwaren, Papier/-waren; Datenträger" sanken um rund ein Drittel auf 21,5 Mio. Tonnen. Um 77,2 Prozent weniger befördert wurden Güter der Abteilung "Möbel, Schmuck und sonst. Erzeugnisse". Zuwächse gab es unter anderem bei "sonstigen Mineralerzeugnissen" (plus 21,2 Prozent auf 64,1 Mio. Tonnen) sowie "Sekundärrohstoffe; Abfälle" (plus 71,4 Prozent auf 24 Mio. Tonnen).

(APA)

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