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Vertrauen in österreichische Politik bescheiden

Van der Bellen genießt weiter Vertrauen
Van der Bellen genießt weiter Vertrauen ©APA/HBF
Das Vertrauen in Österreichs Bundespolitik bleibt bescheiden. Laut aktuellem APA/OGM-Vertrauensindex sind von der Regierung nur Justizministerin Alma Zadic (Grüne) und Wirtschaftsminister Martin Kocher (ÖVP) im positiven Bereich. Aber auch seitens der Opposition sind mit Ausnahme der Zweiten Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) sämtliche Vertreter im Minus. An der Spitze des Vertrauensrankings steht der Bundespräsident.

Für Alexander Van der Bellen wurde ein Saldo von plus 27 errechnet. 63 Prozent der Befragten vertrauen ihm, 36 Prozent nicht. Das ist im Vergleich zur letzte Erhebung ein leichtes Minus von fünf Punkten. Platz zwei im Ranking hat Zadic mit plus elf, gefolgt von Kocher mit plus neun und Bures mit plus sieben.

Sämtliche anderen abgefragten Politiker befinden sich im Minusbereich. Von den Parteivorsitzenden schneidet NEOS-Obfrau Beate Meinl-Reisinger mit minus acht noch am besten ab. Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) liegt bei minus elf, womit der ÖVP-Chef immerhin knapp vor der SPÖ-Vorsitzenden Pamela Rendi-Wagner (minus 13) zu finden ist. FPÖ-Obmann Herbert Kickl verbessert sich um sieben Punkte, hat aber noch immer einen Negativwert von 53. Schlusslicht ist er allerdings nicht mehr. Diese Position nimmt Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) mit minus 59 ein.

Unbeliebtestes Regierungsmitglied sind ex aequo Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) und Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) mit jeweils minus 30. Auffallend ist der extrem niedrige Bekanntheitswert diverser neuer Regierungsmitglieder. So haben zu Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) nur 23 Prozent eine Meinung und zu den Staatssekretären Florian Tursky und Susanne Kraus-Winkler (beide ÖVP) gerade einmal 19 bzw. 15.

OGM-Chef Wolfgang Bachmayer meint zu den Ergebnissen, das Vertrauen der Öffentlichkeit in Österreichs führende Politiker gleiche einer Hochschaubahn mit einem derzeit ungebremsten Fall nach unten. Kurz nach Ausbruch der Pandemie und dem ersten Lockdown sei das Vertrauen auf den höchsten Wert seit Beginn des Vertrauensindex vor 20 Jahren gestiegen. Zwei Jahre später - im März 2022 - sei es hingegen auf den bisherigen Tiefstwert seit Messbeginn gefallen. Dieser freie Fall setze sich seither fort.

(APA)

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