Weltweit höchster Holzbau

©Rhomberg
„Diese Ökoinnovation schafft uns die Voraussetzung für nachhaltiges Bauen im urbanen Raum und das ,Leuchtturmprojekt LifeCyc­le Tower‘ stellt eine enorme wirtschaftliche Chance für das Unternehmen, aber auch die gesamte Region dar.“
Rhomberg LifeCycle Tower: Weltweit höchster Holzbau

Das betonte Dipl.-Ing. Hubert Rhomberg, Geschäftsführer der Rhomberg Bau-Gruppe bei der Präsentation des Projektes „LifeCycle Tower“. Das ist die Entwicklung eines energieeffizienten Holzhochhauses in Systembauweise zur Errichtung von Gebäuden mit bis zu 20 Geschossen. Diese Holz-Hochhäuser können als Bürogebäude, Wohnbauten oder Hotels genutzt werden. Die Projektentwicklung soll bis zum Spätherbst 2009 abgeschlossen sein. Einen Standort für den „LifeCycle Tower“ gibt es derzeit zwar noch nicht, doch soll dieser – so Rhomberg – bevorzugt in Vorarlberg sein.

Pionierrolle im Holzbau

Wie Rhomberg weiter unterstrich, sind Österreich und speziell Vorarlberg Pioniere im modernen Holzbau. Es gebe einige größere Leitbetriebe und eine Vielzahl an weiteren Unternehmen, die sich mit Architektur und Bauen in Holz international positionieren konnten. Auch in der energieeffizienten Gebäudetechnologie seien heimische Unternehmen und Organisationen führend. Rhomberg: „Der LifeCycle Tower ist einzigartig und wird weltweit die technologische Führerschaft des regionalen Holzbaus und der Energietechnik eindrucksvoll dokumentieren.“ Die Entwicklung erfolgt in einem Forschungsteam aus:

  • Rhomberg Bau GmbH, Bregenz
  • Architekten Dipl.-Ing. Hermann Kaufmann, Schwarzach
  • Firma Arup GmbH (Berlin)
  • Firma Wiehag GmbH (Altheim/OÖ) und der
  • Technischen Universität Graz.

Dazu meint Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Hermann Kaufmann (Schwarzach): „Es ist wieder an der Zeit, dass der Baustoff Holz ins urbane Bauen zurückkehrt. Die technischen Fortschritte der letzten Jahre, unterstützt mit zahlreichen Forschungsergebnissen, machen das möglich.“ Neben den konstruktiven Elementen wird auch eine auf die Konstruktion abgestimmte Geäude- und Fassadentechnik entwickelt, die dazu beiträgt, vom energieverbrauchenden zum energieerzeugenden Gebäude zu gelangen und dadurch einen Beitrag zu einem CO2-neutralen Gebäudesektor zu leisten.

Holz wird bedeutsamer

Die Motivation hinter dem Projekt war, dass Bauten überwiegend in konventioneller Stahlbeton-Bauweise errichtet werden. Durch die zunehmende Ressourcenknappheit, die CO2-Thematik und die steigenden Preise für Stahl, Dämmstoffe und Beton wird die Bedeutung des Holzes künftig als Baustoff immer interessanter werden. Das gesamte Gebäudesys­tem wird auf technische und ökonomische Umsetzbarkeit sowie auf ökologische Kriterien ausgerichtet. „Als wichtige Forschungsaufgabe sehen wir das Energiedesign des Gebäudesystems, das auf ein Plus-Energie-Haus ausgerichtet ist. Das Holzhochhaus soll auch Energie produzieren.“ Dadurch soll die Abhängigkeit von konventionellen Baustoffen verringert werden, sagte Carsten Hein von Arup. Rhomberg abschließend: „Vorarlberg wird durch dieses Vorzeigeprojekt einmal mehr als Modellregion für energieeffizientes Bauen, hochwertige Architektur und Holzbaukunst wahrgenommen.“

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