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Weltumspannender Missio-Abend in St. Kolumban

Die Kindergruppe versabschiedete "ihren" Missio-Pfarrer.
Die Kindergruppe versabschiedete "ihren" Missio-Pfarrer. ©Harald Pfarrmaier
Kolumban Missio

Pfarrer Edwin Matt übernahm von Prälat Anton Bereuter die Leitung der Missio Vorarlberg.

Bregenz. Sechs Jahre lang stand der Bregenzer Stadtpfarrer Prälat Anton Bereuter in der Nachfolge von Prälat Albert Holenstein als Diözesandirektor der Missio Vorarlberg an der Spitze des Missionswerks. Nun übergab er die Agenden an Pfarrer Edwin Matt.

Im Pfarrsaal St. Kolumban wurde letzten Samstag ein Abend unter dem Motto “Gemeinsam für eine Welt” und damit ein Fest der Begegnung gefeiert. Gleichzeitig damit wurde der Wechsel in der Missio-Leitung von Prälat Bereuter auf Pfarrer Blum vollzogen. Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Landesrätin Greti Schmid danken Anton Bereuter für sein missionarisches Wirken im Dienste der Nächstenliebe und seinen Einsatz gegen Armut und für Menschenrechte. Nachfolger Pfarrer Matt wünschte Sausgruber für seine neue Aufgabe alles Gute und versprach, im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit die gute und bewährte Partnerschaft mit Missio weiter fortzusetzen.

Der neue Missio-Leiter Edwin Matt wurde 1989 zum Priester geweiht und war anfänglich Kaplan in Dornbirn St. Martin sowie Diözesanjugendseelsorger. Die letzten 13 Jahre wirkte Matt als Pfarrer in Andelsbuch. Neben seiner neuen Aufgabe als Diözesandirektor der Missio wird er im Herbst Pfarrer in Bregenz Mariahilf werden.

Die Missio, zu der in Vorarlberg auch das Aussätzigen Hilfswerk gehört, hilft den Ärmsten der Armen. Sie betreut Aids- und Leprakranke, engagiert sich in der Priesterausbildung und schafft Bewusstsein, dass Not nur durch Teilen gelindert werden kann.

Mit vielen Veranstaltungen versuchen Missio Vorarlberg und das Aussätzigen Hilfswerk auf die Not aufmerksam zu machen. Jährlich erkranken nach wie vor rund 600.000 Menschen an Lepra. Viele davon werden offiziell gar nicht registriert und haben deshalb keinen Zugang zu Medikamenten. Vier Millionen Menschen leben mit Behinderungen aufgrund von Lepra. Und nach wie vor werden viele Leprakranke aufgrund alter Vorurteile ausgestoßen. Dabei ist es mit einem vergleichsweise geringen Aufwand von 50 Euro möglich, eine Therapie einzuleiten und Leprakranke zu heilen. Die von Prälat Holenstein gegründete Initiative trug dazu bei, die Krankheiten der Armut zu stoppen, den Menschen zu helfen.

Neben der Lepra gehören Tuberkulose und HIV/Aids zu den weltweit gefährlichsten Infektionskrankheiten, denen das Aussätzigenhilfswerk versucht, zu begegnen. Vor über 50 Jahren wurde dieser heutigen “Bürgerinitiative der Menschlichkeit” von Bregenz aus der Weg bereitet. Mittlerweile vereint das Aussätzigen Hilfswerk 30.000 hilfsbereite Menschen.
HAPF

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