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Weitere Vorwürfe gegen Vorschule der Regensburger Domspatzen

In der Vorschule der Regensburger Domspatzen sollen nach Medieninformationen auch in der jüngeren Vergangenheit Kinder mit fragwürdigen Methoden schikaniert worden sein.

Ein heute 19-Jähriger sagte dem Bayerischen Rundfunk, dass sich noch vor etwa zehn Jahren Internatsschüler, die die Nachtruhe störten, nachts stundenlang barfuß in den dunklen Waschraum stellen mussten. Klosterschwestern hätten den Buben verboten, sich zu setzen oder an die Wand zu lehnen. Dem Sender liegt nach eigenen Angaben auch ein Beschwerdebrief einer Mutter aus dem Jahr 2001 vor, in dem sich die Frau über diese Bestrafungsaktionen beschwert.

Bereits in den vergangenen Tagen hatten mehrere ehemalige Domspatzen geschildert, dass Kinder in der Vorschule vom ehemaligen Direktor Jahrzehnte lang brutal geprügelt wurden. Ein ehemaliger Schüler berichtete der Deutschen Presse-Agentur (dpa), dass mindestens bis Mitte der 1970er Jahre Prügelstrafen für Kinder, die nachts wegen Heimweh im Schlafraum weinten, üblich waren. Die Kinder seien mitunter reihenweise zum Direktor gebracht worden. “Dann gab es ein regelrechtes Feuerwerk an Ohrfeigen”, berichtete der Oberpfälzer. “Manchmal lag man schlaflos in seinem Bett und hörte schmerzerfüllte Kinder-Schreie aus dem Direktorat.”

Die Domspatzen-Vorschule war früher in Etterzhausen im Landkreis Regensburg, seit 1981 ist sie im benachbarten Pielenhofen. Das Bistum Regensburg hat inzwischen den Nürnberger Rechtsanwalt Andreas Scheulen beauftragt, die Vorwürfe aufzuklären. Scheulen soll auch den Hinweisen auf sexuellen Missbrauch in den 1950er und 1960er Jahren im Regensburger Domspatzen-Internat nachgehen.

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