Weitere Städte in China verhängen strikte Corona-Maßnahmen

Die Zentralregierung in Peking greift hart durch
Die Zentralregierung in Peking greift hart durch ©APA/AFP
In China treiben die Behörden wenige Wochen vor den Olympischen Winterspielen in Peking und der Hauptreisezeit zum Neujahrsfest angesichts steigender Corona-Zahlen ihre Null-Covid-Stratgie mit weiteren rigiden Einschränkungen voran. In der zentral gelegenen Provinz Henan wurden am Donnerstag 64 lokal übertragene Ansteckungen mit Krankheitssymptomen gemeldet, nachdem es am Mittwoch nur vier gewesen waren. Aus diesem Grund wurden sogleich strenge Schutzmaßnahmen verhängt.

So beschränkte die Stadt Xuchang die Bewegungsfreiheit der Bürger auf das Minimum und ordnete Massentests für die mehr als vier Millionen Einwohner an. Der Bezirk Gushi mit einer Million Einwohnern wurde faktisch abgeriegelt, nachdem ein symptomatischer und ein asymptomatischer Infektionsfall festgestellt worden war. In den Städten Hebi und Kaifeng wurden Kultur- und Unterhaltungseinrichtungen sogar ohne Nachweis einer Neuinfektion geschlossen.

In der nordwestchinesischen Millionen-Stadt Xian, die seit mehr als zwei Wochen abgeriegelt ist, wurden 63 lokale symptomatische Neuinfektionen gemeldet. Das sind fast doppelt so viele wie die 35 Fälle vom Vortag, aber deutlich weniger als die täglichen Fallzahlen in der letzten Dezemberwoche. Die strikten Maßnahmen dort schränkten zunehmend den Zugang der Einwohner zu den wichtigsten Dingen des Alltagsbedarfs wie auch zu medizinischen Behandlungen in Krankenhäusern ein.

Posts über eine schwangere Frau, die ihr Baby verlor, nachdem sie blutend vor einem örtlichen Krankenhaus gewartet hatte, sorgten für Empörung in den sozialen Medien. Staatlichen Medien zufolge wurden der Generaldirektor des Krankenhauses suspendiert und einige andere Mitarbeiter von ihren Aufgaben entbunden.

(APA/Reuters)

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