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Weiter Ursachensuche auf Elba

Friedrichshafen (GER), Portoferraio - Das Technikerteam ist am Sonntag in Elba eingetroffen, der genaue Hergang des Anflugs der InterSky-Maschine ist noch immer unklar.
Grafik: Landeanflug auf Elba

Glimpflich ist am frühen Samstagabend ein Zwischenfall mit einem Flugzeug der Vorarlberger Fluglinie InterSky auf der italienischen Insel Elba verlaufen. Um 16 Uhr startete am Flughafen Zürich das mit 48 Passagieren und drei Crewmitgliedern besetzte Flugzeug des Typs Dash 8-300 in Richtung Elba. Der Flug verlief aufgrund der normalen Wetterbedingungen ruhig, bis die Maschine mit der Registrierung OE-LSB beim Landeanflug auf den Flughafen Marino di Campo gegen 17.30 Uhr ein Stromkabel streifte. Bei dem Zwischenfall wurde einer der beiden Propeller beschädigt. Dem Piloten gelang es jedoch, das kaputte Flugzeug auf die Landebahn zu setzen. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord blieben unverletzt.

Technikerteam vor Ort

Am Sonntag hat die Ursachenforschung auf der Mittelmeerinsel begonnen. Ein Technikerteam der InterSky sei nach Elba aufgebrochen, für Ergebnisse sei es aber noch zu früh, so Claus Bernatzik, Geschäftsführer der Vorarlberger Fluglinie. Das Team werde an Ort und Stelle den Schaden untersuchen, dokumentieren, reparieren und den Vorfall gemeinsam mit den italienischen Behörden aufarbeiten. Die Beschädigung am Propeller sei seines Wissens „nicht besonders groߓ, so Bernatzik zu den VN. Die Reparatur der Maschine werde „zirka eine Woche“ in Anspruch nehmen. Die dreiköpfige Crew der Dash 8-300 wird am Montag aus Elba zurück erwartet. Für die Passagierflüge sei bereits ein Ersatz gefunden. Alle InterSky-Flüge würden planmäßig stattfinden.

„Situation lief relativ ruhig ab“

„Wir haben inzwischen mit den Passagieren gesprochen, die haben offenbar nicht so viel von dem Zwischenfall mitbekommen. Die Situation lief relativ ruhig ab“, so Bernatzik. Immerhin sei das etwa 20 Tonnen schwere Flugzeug mit einer Geschwindigkeit von vermutlich 130 bis 150 km/h auf das Kabel getroffen. Es habe sich zudem nicht um eine besonders starke Stromleitung gehandelt, berichtete der Geschäftsführer. Man wisse derzeit erst, dass die Leitung in großer Höhe hing und das Flugzeug sich beim Anflug offenbar einige Meter außerhalb der vorgesehenen Anflugschneise befunden habe, so Bernatzik. Die Leitung ist auf der Anflugkarte verzeichnet, wie VN-Recherchen ergaben.

Pilotenfehler möglich

Aus diesem Grund kann derzeit auch ein Fehler des Piloten nicht ausgeschlossen werden, ganz im Gegenteil: Ein Pilotenfehler ist sehr wahrscheinlich. Wie es dazu kommen konnte, ist für Bernatzik derzeit noch unklar. „Der Pilot verfügt über mehrere Jahrzehnte Flugerfahrung. Auf der Elba-Strecke war er bereits während des gesamten vorigen Jahres im Einsatz“, heißt es in einer Aussendung. Man werde die Sache auch intern genau aufarbeiten.

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