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Weißtanne ist Baum des Jahres 2015

Die Weißtanne ist der Baum des Jahres 2015. Das Kuratorium Wald und das Umweltministerium wollen mit dieser Wahl auf die ökologischen und ökonomischen Potenziale sowie auf die Gefährdung der heimischen Nadelbaumart hinweisen, wie das Kuratorium am Dienstag in einer Aussendung mitteilte.


Die Weißtanne (lat.: Abies alba) bevorzugt gemäßigtes und kühles Klima in luftfeuchten Lagen der Mittelgebirge und Alpen, wo sie bis auf 2.000 Meter in Nadel- sowie Laub-Nadelmischwäldern zu finden ist. Der immergrüne und sehr tiefwurzelnde Nadelbaum erreicht eine durchschnittliche Höhe von 30 bis 45 Metern und kann 500 bis 600 Jahre alt werden.

Die Zapfen der Weißtanne stehen aufrecht auf den Ästen. Das Holz ähnelt jenem der Fichte, ist jedoch harzfrei und etwas heller. Es verlange genaue Materialkenntnis und viel Sorgfalt in der Bearbeitung, hieß es in der Aussendung. Trotzdem habe Tannenholz gute technologische Eigenschaften, sei dauerhaft und wetterbeständig. Durch ihr tief greifendes Wurzelsystem ist die Weißtanne gut im Boden verankert, erschließt tiefere Bodenschichten und ist weniger sturmgefährdet als andere Nadelgehölze. Tannenreiche Wälder tragen so auch zum Bodenschutz und zur verbesserten Wasserspeicherung bei, erläuterte das Kuratorium Wald.

Weißtannen reagieren empfindlicher auf Luftschadstoffe und -verunreinigungen als andere Nadelgehölze und verzeichneten in der Vergangenheit vor allem aus ökonomischen Gründen enorme Rückgänge zugunsten wirtschaftlich interessanterer Baumarten wie der Fichte. Die anspruchsvolle Baumart ist außerdem verbissgefährdet und leidet vielerorts unter überhöhten Wildbeständen. Der Ausfall der Tanne durch Wildverbiss führt zur Entmischung natürlicher Waldgesellschaften und in vielen Gebieten Österreichs ist die Weißtanne nahezu verschwunden, erklärte das Kuratorium.

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