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Weißer Sonntag: Corona-konforme Erstkommunion

Wie kann die Erstkommunion Corona-konform stattfinden?
Wie kann die Erstkommunion Corona-konform stattfinden? ©Symbolbild: Pixabay, APA
Am Weißen Sonntag steht traditionell die Erstkommunion an. Doch wie kann diese trotz Corona-Pandemie stattfinden?

Am Weißen Sonntag, dem ersten Sonntag nach Ostern, steht traditionell die Erstkommunion an. Doch kann diese kirchliche Feier inmitten der Corona-Pandemie überhaupt stattfinden? "Erstkommunionfeiern werden von den Pfarren nicht vorab bei der Diözese 'angemeldet'. Eine Gesamtübersucht über alle Erstkommuniontermine gibt es deshalb leider nicht", erklärt Veronika Fehle vom Pressebüro der Katholischen Kirche Vorarlberg gegenüber VOL.AT. Zahlreiche Gemeinden hätten sich dazu entschieden, die Erstkommunion zu verschieben, darunter etwa Hörbranz. In Schlins, Röns und Höchst findet sie beispielsweise voraussichtlich im Juni statt.

Weißer Sonntag und Corona

In manchen Gemeinden, darunter etwa Koblach, Großdorf und Sulz findet die Feier wiederum wie geplant statt. "Das ist eher die Ausnahme, da ein Großteil der Pfarren die Erstkommunionfeiern bereits frühzeitig und prophylaktisch in den Frühsommer verschoben hat", verdeutlicht Fehle. Auch für den festlich begangenen ersten Empfang des Sakraments der heiligen Kommunion gelten gewisse Bestimmungen: "Dort, wo Erstkommunion gefeiert wird, findet diese unter den jeweils  - nach der Rahmenordnung - aktuell gültigen Corona-Schutzmaßnahmen statt", gibt Fehle auf VOL.AT-Anfrage zu verstehen.

Für die Erstkommunion gilt daher Folgendes:

  • 2 Meter Mindestabstand zwischen haushaltsfremden Personen: In einigen Pfarren wurde das im vergangenen Jahr so geregelt, dass pro Erstkommunionkind eine Kirchenbank reserviert war, in der eine maximale Zahl an Gästen Platz nehmen konnte. Die Kirchenbank davor und danach blieben dann jeweils frei.
  • FFP2-Maskenpflicht für alle während des gesamten Gottesdienstes: Die Ausnahme sind hier Kinder unter 6 Jahren. Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, ebenso Schwangere bzw. Menschen, die aufgrund einer Erkrankung keine FFP2-Maske tragen können. Dann wird allerdings ein ärztliches Attest benötigt.
  • Bereitstellen von Desinfektionsmitteln für die Handdesinfektion (z.B. an den Eingängen)
  • Keine Menschenansammlungen vor und nach dem Gottesdienst
  • Der Friedensgruß wird durch ein gegenseitiges Annicken "ersetzt".
  • Priester und LektorInnen tragen ebenfalls während des gesamten Gottesdienstes eine FFP2-Maske, außer sie sprechen oder lesen etwas vor.
  • Bei der Kommunion selbst entfällt der kurze Dialog "Der Leib Christi."-"Amen". Das Gegenüber wird nicht berührt. Kommt es zu einer Berührung, müssen die Hände des Kommunionspenders erneut desinfiziert werden.
  • Auch beim Kommuniongang gilt der Mindestabstand von 2 Metern.

Unter Einhaltung dieser Maßnahmen könnte eine Erstkommunion also durchaus Corona-konform stattfinden. "Für die Erstkommunionfeiern gilt zudem, dass viele Pfarren mehrere Erstkommunion-Termine organisieren, um die Gruppen möglichst klein zu halten", so Veronika Fehle. Aus dem vergangenen Jahr wisse man auch, dass zum Beispiel Pfarren mit einer relativ kleinen Kirche, für die Erstkommunion in die Nachbargemeinde ausgewichen seien oder die Erstkommunionfeier als "geschlossene Gesellschaft"organisiert hätten.

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(VOL.AT)

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