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Weihnachtsmenü auf Indisch

Wenn Sie in diesem Jahr Ihren Lieben an Heilig Abend nicht wieder Wienerwürstel und Kartoffelsalat servieren wollen- hier eine Alternative. Wie wäre es zum Beispiel mit einem indischen Weihnachtsmenü?  

Wie man ein indisches Weihnachtsmenü zubereitet, kann man bei der Volkshochschule Hohenems lernen. Und VOL Live war dabei.

In Indien begehen die Christen das Weihnachtsfest bunt und farbenfroh. Es wird begleitet mit Musik und Tanzvorführungen. Die Häuser werden mit Lichtern dekoriert. Tannenbäume sind dagegen keine “typisch” indischen Pflanzen. Dafür nimmt man einen Mangobaum oder ein anderes Gewächs aus dem Garten. In Goa werden z.B. zu Weihnachten und Silvester die Stämme der Palmen mit Lichterketten verziert. Als Schmuck kommen aus Kaschmir buntbemalte Glocken und Christbaumkugeln aus Pappmache an die Pflanzen und es gibt wunderschöne Sterne aus Gold- oder Silberfolie.

Genau so wichtig, wie in Österreich, ist aber auch in Indien das Festmenü zu Weihnachten. Die Grundlage jedes indischen Essens sind Gewürze. Viele Menschen schrecken vor der indischen Küche zurück, weil sie den Ruf hat, sehr scharf zu sein. Tatsächlich lieben Inder, besonders im Süden des Landes, die feurige Schärfe von Chilischoten. Wer es milder mag, kann alle Gerichte auch mit weniger oder ohne Chili zubereiten. Die übrigen Gewürze dürfen allerdings nicht fehlen. Eine indische Köchin stellt ihre Masala, das heißt ihre Gewürzmischung immer frisch und passend für das jeweilige Gericht zusammen. Für ein typisch indisches Aroma sorgen vor allem Cuminkörner (Kreuzkümmel) und Fenchelsamen. Sie werden oft geröstet und gemahlen, bevor sie ans Essen kommen. Kardamom wird entweder als grüne Kapsel in Tee oder Reis mitgekocht oder als einzelne Samen zu den Speisen gegeben. Auch Zimtstangen, Nelken, Muskatnuß, Korianderkörner, Ingwer (getrocknet und frisch), Sesam und Kurkumapulver (Gelbwurz) werden für süße wie herzhafte Gerichte benötigt. Damit das Aroma erhalten bleibt und die Gewürze nicht so schnell verderben, bewahren Inder in der Regel die ganzen Samen und Kapseln auf. Erst kurz vor der Verwendung werden sie im Mörser oder einer Gewürzmühle zerkleinert. Zusammen mit etwas Reis oder Weizen lassen sie sich auch in der Gertreidemühle mahlen. Einige Gewürze findet man bei uns nur in asiatischen Geschäften. Dazu zählen schwarzer Cumin (Kalazheera), Schwarzkümmel (Kalonji), schwarze Senfkörner, Curryblätter und Asafoetida (Teufelsdreck), das aus den Harzen verschiedener Wurzelknollen hergestellt wird und ein starkes Trüffelaroma besitzt.

Und dann darf gekocht werden. Im Fall des indischen Kochkurses in der Volkshochschule Hohenems wurden zur Vorspeise Vegetarische Teigtaschen, Tomaten- Chutney und Yoghurt- Dip zubereitet. Zur Hauptspeise wurde Huhn in Kokosnuss-Sauce, Hefebrot mit Kräutern, ein Linsengericht und pikante Auberginescheiben gekocht. Und zum Nachtisch gab es Kokosbällchen.

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