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#wegwerfenkostet: Filmspot-Kampagne gegen Littering

Sechs Filmspots thematisieren den Umgang mit der Umwelt ein halbes Jahr lang im Fernsehen, im Kino und auf allen Online-Kanälen.

100 Tonnen Abfall landen in Vorarlberg jährlich neben Straßen, auf Plätzen und in der Natur. Das Aufsammeln dieser Verpackungen, Plastikflaschen oder Scherben und das Entfernen von Kaugummis etc. kostet die Gemeinden jedes Jahr Millionen. Sechs Filmspots thematisieren den Umgang mit unserer Umwelt nun ein halbes Jahr lang im Fernsehen, im Kino und auf allen Online-Kanälen.

„Bewusstseinsbildung ist das A und O, wollen wir dem achtlosen Wegwerfen von Abfall, auch Littering genannt, auf öffentlichen Plätzen oder in der Natur nachhaltig begegnen“, ist der Lustenauer Bürgermeister und stellvertretende Obmann des Umweltverbands, Kurt Fischer, überzeugt.

Allein bei der Landschaftsreinigung im Frühjahr sammelten 18.000 Menschen in 73 Gemeinden rund 150.000 Kilogramm achtlos weggeworfenen Abfall. Darunter neben Getränkeflaschen, Verpackungen und Zigarettenstummeln auch Autoreifen, Alteisenteile oder Möbel. „Wegwerfen kostet! Die Vorarlberger Gemeinden jährlich rund 3,6 Mio. Euro“, rechnet Fischer vor.

Witzig und spritzig trotz Ernsthaftigkeit

Sechs neue Filmspots machen sie auf eindringliche Weise – allerdings mit einem witzigen Touch – deutlich, dass wegwerfen statt entsorgen nicht nur Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen, das Grundwasser und den Menschen hat, sondern auch noch Millionen kostet. Da wird schon einmal ein auf der Bregenzer Pipeline auf den Boden geworfener Pizzakarton von einer Sekunde auf die andere zu Geld oder eine vom Boden aufgehobene Münze zu einem Zigarettenstummel.

Eigens für die Clips gecastete Schauspieler stellen bekannte Alltagssituationen im öffentlichen Raum nach. Gedreht wurde an verschiedenen Drehorten in den teilnehmenden Städten.

„Je mehr Menschen die Filmspots teilen, desto besser“
Gezeigt werden die sechs Filmspots im Fernsehen, im Kino und auf den Online-Kanälen der Kooperationspartner Bregenz, Dornbirn, Hohenems, Feldkirch, Land Vorarlberg und Umweltverband sowie aller Vorarlberger Gemeinden. Der erste ging bereits am 4. Oktober online, Filmspot 2 wurde parallel zur Pressekonferenz veröffentlicht. Die restlichen Spots erscheinen ab Ende März bis Anfang Juni.

Bereits seit 15 Jahren machen Umweltverband und Gemeinden die Vorarlberger auf die Folgen des Litterings aufmerksam. Einerseits geschieht das über klassische Öffentlichkeitsarbeit, andererseits auch über verschiedene Aktivitäten wie Flurreinigungen, die Aktion „Gelbe Pfeile“, Kooperationen oder Podiumsdiskussionen.

Littering-Verordnung ermöglicht seit Juli 2018 Strafen

Seit Juli 2018 ergänzt eine Strafmöglichkeit die Bewusstseinsbildung und die umfassende Abfallsammel-Infrastruktur. Die Littering-Verordnungen der Gemeinden richten sich vor allem gegen Menschen, die das achtlose Wegwerfen von Abfall als Kavaliersdelikt sehen. Werden sie auf frischer Tat ertappt, können sie von Kontrollorganen der Gemeinden angehalten werden. Heben sie ihren Abfall wieder auf und entsorgen ihn richtig, bleibt es bei einer Ermahnung.

Bei Wiederholung oder falls sich der Abfallsünder weigert, das Weggeworfene aufzuheben, erwartet sie oder ihn eine Organstrafe von 60 Euro, die sofort zu entrichten ist. Bei schwerwiegenden Verstößen beträgt der Strafrahmen bis zu 7.000 Euro. Rund ein Viertel der Vorarlberger Gemeinden haben Littering-Verordnungen beschlossen. Strafen wurden allerdings bisher noch nicht ausgesprochen.

Pressekonferenz zum Nachsehen

Bregenz: Insgesamt elf Arbeiter sammeln im Sommer Abfall auf

Die Landeshauptstadt Bregenz gibt für die Beseitigung von Verunreinigungen durch Littering jährlich rund 200.000 Euro aus – Tendenz steigend. Sechs Straßenkehrer sammeln täglich diese Abfälle ein. Im Sommer kommen für die Betreuung der Seeanlagen und des Seeufers noch einmal fünf Arbeiter dazu. Am Pfänderhang kümmern sich mehrere Forstmitarbeiter um den Abfall entlang der Fuß- und Wanderwege.

Feldkirch: Personalaufwand für Littering-Beseitigung lag 2018 bei rund 643.000 Euro

Seit Jahren versucht die Stadt Feldkirch die Vermüllung an öffentlichen Straßen und Plätzen einzudämmen. 2018 waren Arbeiter 17.400 Stunden damit beschäftigt, den weggeworfenen Abfall aufzusammeln.

Alleine der Personalaufwand für die Mitarbeiter, die den Abfall aufsammeln, belief sich in Feldkirch im vergangenen Jahr auf 642.700 Euro.

Hohenems: Belohnung für Menschen, die Abfall richtig entsorgen

Littering ist auch in Hohenems alltäglich. Neben der Beseitigung der Spuren unerwünschten Handelns versucht die Stadt mit verschiedenen Maßnahmen Littering vorzubeugen. Öffentlichkeitsarbeit wie die Teilnahme an der Gelben-Pfeil-Aktion stellt dabei einen wesentlichen Faktor dar.

Zusätzlich zur Videokampagne will Hohenems an Aktionstagen jene Menschen belohnen, die richtig handeln. An öffentlichen Plätzen und neuralgischen Punkten werden Stadtbedienstete "brave" Bürger, die öffentliche Abfalleimer benutzen, Abfälle trennen oder sich ehrenamtlich für ein sauberes Hohenems einsetzen mit kleinen Giveaways oder einem gesunden Snack beschenken.

(red)

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