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Wegen Verdacht der Untreue in Haft

Schwarzach - Gegen einen Verkaufsleiter und zugleich Prokuristen der Liebherr Werk Nenzing GmbH laufen Voruntersuchungen wegen des Verdachts der Untreue.

Das Schadensausmaß wird von der Staatsanwaltschaft in Feldkirch derzeit noch mit 86.000 Euro beziffert. Die Ermittlungen haben aber erst begonnen.

Liebherr-Werk Nenzing-Geschäftsführer Wolfgang Remlinger geht jedoch gegenüber den “VN” davon aus, dass die Schadenssumme noch weit höher wird und eine “substanzielle Größe” erreicht. Einen Betrag könne man jetzt noch nicht nennen. Derzeit werde auch firmenintern in allen Richtungen weiter recherchiert.

Der etwa 40-jährige Verdächtige, der am Firmenstandort Nenzing beschäftigt war, befindet sich in Untersuchungshaft. Er war über zehn Jahre im Unternehmen angestellt und ist mittlerweile fristlos entlassen. Ihm drohen im Falle eines Schuldspruchs bis zu zehn Jahre Haft.

Die Liebherr-Firmenleitung spricht von Unregel­mäßigkeiten im Zusammenhang mit Kundengutschriften über einen mehrjährigen Zeitraum. Dabei handelt es sich, so Geschäftsführer Remlinger, um Verdachtsfälle im ­internationalen Servicegeschäft mit Schwerpunkt in Großbritannien. Der Verdächtige war als Verkaufsleiter für Bohrinselkräne tätig, die auch in der Liebherr-Niederlassung in Sunderland gefertigt werden. Auch in Sunderland finden bereits Ermittlungen von britischen Behörden gegen den dortigen Finanzleiter und einen Buchhalter statt. Diese sind britische Staatsbürger und stehen in Verdacht der Komplizenschaft mit dem Verkaufsleiter.

Aufgeflogen sind die möglichen Unregelmäßigkeiten im Zuge der zweimal jährlich durchgeführten internen Revision der Konzernleitung. Dabei hatten sich – so Remlinger – schon Anfang des Jahres Verdachtsmomente gegen den betreffenden Mitarbeiter ergeben. Jetzt sei man fündig geworden und habe sofort Anzeige erstattet. Die Wirtschaftspolizei Vorarlberg ist seit der Vorwoche im Auftrag der Staatsanwaltschaft und des Gerichts tätig. Am Donnerstag vergangener Woche klickten am frühen Morgen die Handschellen. Nähere Auskünfte wollte Remlinger im Hinblick auf die andauernden Untersuchungen nicht geben. Für die verdächtigten Personen gilt die Unschuldsvermutung.

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