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Wegen pornografischer Bilder verurteilt

Feldkirch - Weil sie pornografische Darstellungen von Minderjährigen aus dem Internet heruntergeladen hatten, wurden zwei Männer am Donnerstag gerichtlich verurteilt.

Das Strafausmaß bei den beiden gestern von Richterin Karin Dragosits geleiteten Prozessen zur Internet-Pornografie fiel unterschiedlich aus. Noch nicht rechtskräftig verurteilt wurden von ihr am Landesgericht Feldkirch beide Angeklagten nach dem Paragrafen 207 des Strafgesetzbuches: „Pornographische Darstellungen Minderjähriger“.

Der Beschuldigte im ersten Prozess wurde zu einer unbedingten Geldstrafe von 2000 Euro verurteilt, der ebenso bislang unbescholten gewesene Angeklagte im anderen, gleich danach verhandelten Fall hingegen zu einer bedingten Haftstrafe von fünf Monaten und einer unbedingt verhängten Geldstrafe von 480 Euro. Beide hatten über einen längeren Zeitraum hinweg pornografische Darstellungen von Minderjährigen aus dem Internet auf die Festplatte ihres Computers heruntergeladen und sich so strafbar gemacht. Der Gesetzgeber wolle Minderjährige schützen, sagte die Richterin: Das pornografische Angebot gebe es nur, weil dafür Nachfrage vorhanden sei.

Unmündige und Mündige

Der für die unterschiedliche Strafbemessung wesentlichste Grund: Der neben der Geldstrafe zusätzlich zu einer bedingten Haftstrafe verurteilte Mann hatte Porno-Material aus dem Internet gespeichert, das unmündige Minderjährige zeigt. Gemeint sind damit Jugendliche, die jünger als 14 Jahre sind. Beim pornografischen Download-Material des nur mit einer Geldstrafe bedachten Mannes waren nicht unmündige, sondern mündige Minderjährige im Alter von 14 bis 18 Jahren zu sehen gewesen.

Notstandshilfe, Unternehmer

Unterschiedlich fielen die Geldstrafen aus, weil der neben der Haftstrafe zu einer Geldstrafe von 480 Euro verurteilte Deutsche ein NotstandshilfeEmpfänger ist. Jener Beschuldigte hingegen, der 2000 Euro zu bezahlen hat, ist ein Unternehmer, der sein monatliches Nettoeinkommen mit 1500 Euro angegeben hat. Der verheiratete Unternehmer sagte, ihm sei zuerst „nicht bewusst“ gewesen, dass er „eine Straftat“ begangen habe. Der 43-Jährige sagte aber auch, dass es ihm leid tue und er sein Verhalten „zutiefst bereue“. Er nehme seiner erotischen Verwirrung wegen nun professionelle Hilfe in Anspruch.

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