Wegen Nazischmierereien verurteilt

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17-jähriger hetzte gegen Ausländer und Juden und wurde dafür zu insgesamt 24 Monaten Haft verurteilt.

Ein 17-jähriger Jugendlicher wurde heute am Landesgericht Feldkirch wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung, Sachbeschädigung und versuchtem Widerstand gegen die Staatsgewalt zu insgesamt 24 Monaten Haft verurteilt. Acht Monate wurden unbedingt ausgesprochen. Weil der Häftling bereits sechs Monate in U-Haft gesessen hat, wurde er mit einem Strafrest von knapp zwei Monaten mit heutigem Datum sofort enthaftet.

Zuständig war das Schwurgericht. Der bislang Unbescholtene, der zum Tatzeitpunkt 16 und 17 Jahre alt war, glorifizierte im Internet Hitlers Gräueltaten. „Alles Große ist ewig, Ruhe in Frieden mein Führer. Wir werden Dein Werk zu Ende bringen“, postete der Angeklagte auf Facebook.

Lange Liste

Die Liste der Schmierereien ist lang. Islamischer Friedhof, jüdischer Friedhof, Asylantenunterkunft, ÖBB-Unterführung – überall Schimpftiraden gegen Flüchtlinge, Ausländer und Juden. Vor Gericht zeigt der Mann kaum Reue. „Ich habe drüber nachgedacht, heute sehe ich alles anders“, sagt er trocken. Fast 3.000 Euro Schaden sind entstanden. Als die Polizei bei dem Jugendlichen eine Hausdurchsuchung machte, hob er eine Eisenstange auf und holte Richtung Beamte aus. Das Schwurgericht befand eine Strafe von insgesamt 24 Monaten angemessen. Der Jugendliche muss künftig mit der Bewährungshilfe zusammen arbeiten und hat auch  noch andere, nach Meinung des Gerichts sinnvolle Auflagen erhalten. Das Urteil ist rechtskräftig.

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