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"Weekend Vorarlberg" muss Namen ändern

Das Magazin "Weekend Vorarlberg" des Vorarlberger Medienhauses muss nach einer einstweiligen Verfügung des Landesgerichtes Feldkirch seinen Namen ändern. Der neue Name steht noch nicht endgültig fest.

Einen entsprechenden Bericht des Wirtschaftspressedienstes twp.at bestätigte Medienhaus-Geschäftsführer Stephan Thurm der APA. Der neue Name stehe noch nicht endgültig fest. Die einstweilige Verfügung hatte das Linzer „Weekend Magazin“ beantragt.

Das „Weekend Magazin“ will nach Ausgaben in Oberösterreich, Salzburg und Tirol am 22. Oktober mit einer Vorarlberg-Ausgabe starten. Dahinter stehen vier ehemalige Top-Manager des Vorarlberger Medienhauses. Das Vorarlberger Medienhaus hatte wenige Stunden nach Bekanntwerden dieser Pläne sein „Weekend Vorarlberg“ angekündigt. Das derzeit 16-seitige Gratisblatt des Medienhauses erschien bereits drei Tage später zum ersten Mal.

Das Landesgericht Feldkirch sah eine Verwechslungsgefahr zwischen den beiden Magazin-Titeln und erließ nun eine einstweilige Verfügung. „Das haben wir erwartet. Wir bekommen in Feldkirch bei erstgerichtlichen Entscheidungen oft nicht recht“, sagt Thurm. Er sei aber guter Dinge, dass die Entscheidung in den weiteren Instanzen anders fallen werde, da ein allgemeiner Begriff wie Wochenende oder Weekend nicht schützbar sei. Zudem sei die Entscheidung des Gerichts „sehr schwach“ begründet. Thurm: „Wir fechten die Entscheidung an und glauben, dass wir damit erfolgreich sein werden.“

Klar dürfte die Sachlage in einem zweiten Gerichtsverfahren zwischen den beiden Verlagen sein: Das Medienhaus hatte wegen irreführender Angaben über die Auflagenhöhe auf der Website des „Weekend Magazin“ geklagt. Dort war die ab Oktober geplante Vorarlberger Ausgabe bereits im August in die Gesamtauflage mit eingerechnet worden, ohne auf diesen Umstand hinzuweisen.

Es habe sich um ein „Versehen“ bei der Umgestaltung der Webseiten gehandelt, das rasch korrigiert worden sei, noch bevor das Medienhaus deshalb geklagt habe, betont „Weekend Magazin“-Herausgeber Christian Lengauer. Die Klage werde in seinem Haus derzeit geprüft. Medienhaus-Geschäftsführer Stephan Thurm will die Klage aufrecht halten, „weil das Faktum damit noch nicht aus der Welt ist“, dass da Unwahrheiten verbreitet worden seien. Zudem bestehe Wiederholungsgefahr.

Den Eindruck Lengauers, es werde alles getan, um ihn vom Vorarlberger Markt fernzuhalten, bestätigt Medienhaus-Geschäftsführer Thurm gegenüber der APA: “In der Tradition des Vorarlberger Medienhauses hat uns Wettbewerb immer zu Höchstleistungen gebracht. Wir werden unseren Kunden noch attraktivere Angebote machen und werden um jeden Kunden kämpfen.“

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