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"Weekend"-Streit: Nun klagt das Medienhaus

Im Kampf um den offenbar heiß begehrten Magazin-Markt in Vorarlberg wird das Vorarlberger Medienhaus (u.a. "Vorarlberger Nachrichten") Klage gegen Christian Lengauers "Weekend Magazin" einbringen.

Das Magazin lege wettbewerbswidriges Verhalten an den Tag, hieß es am Montag aus dem Vorarlberger Medienhaus. Unterdessen sind Lengauers Anwälte ihrerseits mit der Prüfung einer Klage gegen das Medienhaus befasst.

Um den Magazin-Markt in Vorarlberg ist seit vergangenem Mittwoch ein heißer Kampf entbrannt. Innerhalb weniger Stunden stellten sowohl Lengauer als auch das Vorarlberger Medienhaus ihre Projekte vor. Während Lengauer sein „Weekend Magazin“, das bereits in Oberösterreich, Salzburg und Tirol erscheint, ab 22. Oktober auch in Vorarlberg platzieren will, ist das „Weekend Vorarlberg“-Magazin des Vorarlberger Medienhauses bereits erschienen: Am vergangenen Samstag wurde die erste Ausgabe von „Weekend Vorarlberg“ mit einem Umfang von 16 Seiten gratis allen Vorarlberger Haushalten zugestellt.

Noch in der vergangenen Woche kündigte Lengauer wegen des gewählten Magazin-Titels eine Klage gegen das Vorarlberger Medienhaus an. „Der Name ist österreichweit rechtlich geschützt“, stellte Lengauer fest. Ebenfalls im Raum steht der Antrag auf eine einstweilige Verfügung auf „Nichtverwendung des Titels“. Am Montag teilte Medienhaus-Geschäftsführer Stephan Thurm seinerseits mit, dass das Vorarlberger Medienhaus das „Weekend Magazin“ wegen „gesetzten wettbewerbswidrigen Verhaltens“ klagen werde. „Die verbreiteten Auflagenzahlen sind irreführend und nicht korrekt“, sagte Thurm gegenüber der APA. Die im Internetauftritt des „Weekend Magazins“ (http://www.weekendmagazin.at) beworbene Gesamtauflage enthalte bereits die Zahl der in Vorarlberg geplanten Exemplare, obwohl „es zumindest nach Firmenbuch noch nicht einmal eine Firma für Lengauer & Co für Vorarlberg gibt, geschweige denn ein Vorarlberger Produkt“, so Thurm.

Lengauer sagte auf APA-Anfrage, dass „ich das 16-Seiten-Druckwerk („Weekend Vorarlberg“, Anm.) nun bekommen habe und meine Anwälte sich das anschauen“. Eine Stellungnahme zu einer möglichen Klage gegen das „Weekend Magazin“ könne er erst dann abgeben, wenn eine solche auch tatsächlich schriftlich vorliege.

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