Wasserrettung Vorarlberg verzeichnete im vergangenen Jahr knapp 1200 Einsätze

Bregenz -  Gleich mehrere Großeinsätze beschäftigten im vergangenen Jahr die Wildwasserretter, Taucher und Bootsmannschaften im Unterland.

Gleich mehrere Großeinsätze beschäftigten die Wildwasserretter, Taucher und Bootsmannschaften im Unterland. Erwähnenswert ist dabei der Raftunfall auf der Bregenzerache bei Doren, bei dem 8 Boote zur selben Zeit kenterten und insgesamt 74 Personen im 12 Grad kalten Wasser trieben. Alle Personen konnten gerettet werden.

Auch auf dem Bodensee kam es zu Internationalen Seenotalarmen, als bei schwerem Seegang und Sturm ein Bootsbesitzer vor Altenrhein (CH) vom Boot fiel und ertrank. Glimpflich ging hingegen die Kenterung von knapp 50 Ruderern vor Lindau und Gaißau vorüber. Wie beim Raftunfall wurde auch bei diesem Ereignis schlimmeres verhindert.

Nicht zuletzt durch den raschen Einsatz der Rettungskräfte konnten in zwei weiteren Fällen Personen gerettet werden. So wurden beispielsweise drei Jugendliche aus dem rasch ansteigenden Mengfluss geborgen. Auch ein Kleinkind verdankt sein Leben dem raschen Eingreifen von zwei Wasserretterinnen im Waldbad Nenzing.

„Es gab mehrere Rettungen in letzter Minute, aber auch die vorbeugende Überwachung von Veranstaltungen nimmt zu!“, resümiert Michael Beyrer, scheidender Landeseinsatzleiter der ÖWR.

Im Präventiveinsatz der Wasserrettung wurden im vergangenen Jahr stark gestiegene Zahlen festgestellt. Für die Überwachung von Schwimmbädern, Festspielaufführungen und Wassersportveranstaltungen (Segelregatten, Outdoortrophy, Triathlons,…) werden die professionellen Retter immer öfter angefordert. „Selbst die Behörden greifen bei der Risikoanalyse auf das Wissen unserer Spezialisten zurück.“, so Beyrer.

Eine gesteigerte Anfrage gab es auch in der Schwimmausbildung von Anfängern. So wurde rund 1300 Kindern und Erwachsenen das Schwimmen beigebracht. Ein Teil von ihnen hat Fortgeschrittenenkurse besucht und weitere rund 200 Personen haben an einem Rettungsschwimmkurs teilgenommen.

Wenig bekannt, aber dafür umso actionreicher ist der Wasserrettungssport. 2010 gab es wieder mit Jakob Hengl (ÖWR-Dornbirn) eine Vorarlberger Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Ägypten. Es wurde 1 A Finale und 7 B Finale erreicht, was der österreichischen Nationalmannschaft den 23. Platz unter 43 Nationen bescherte.

„Gerade für Jugendliche und sportbegeisterte Einsatzkräfte ist der Wasserrettungssport eine willkommene Herausforderung“ erklärt Hermann Vögel, Landesleiter der ÖWR.

Für die Wildwassersportler gab es erstmals mit der Whitewater Trophy in Lienz/Osttirol einen besonderen Event. Nach einem 7 Meter hohen Startsprung von einer Brücke, galt es die 3,6 km lange Flussstrecke mit Stromschnellen und Wasserwalzen zu durchschwimmen. Am Ende erreichten die Vorarlberger den 2. und 4. Rang im Teambewerb.

In Sachen Infrastruktur wurden 2010 mehrere größere Projekte umgesetzt. Im Bregenzerwald wurde ein neues Allrad – Einsatzfahrzeug angeschafft, das kurz nach Indienststellung die Feuertaufe beim Raftunfall zu bewältigen hatte. In Bludenz wurde gemeinsam mit den befreundeten Rettungsorganisationen ein neuer Einsatzstützpunkt gebaut und das gesamte Vorarlberger Oberland profitiert zukünftig vom überregionalen Wasserrettungs – Stützpunkt auf dem Gelände des Katastrophenzentrums in Feldkirch-Altenstadt.

Details zur Wasserrettung und der Jahresbilanz sind auf der Homepage http://v.owr.at nachzulesen.

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