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Wasser Marsch im Megakraftwerk

Schon seit dem Mittelalter wird im Montafon Energie aus Wasserkraft genutzt. Das hat sich bis heute nicht geändert.
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Nun steht das Obervermuntwerk II vor der Eröffnung. In knapp fünf Jahren Bauzeit hat der Vorarlberger Energiedienstleister Illwerke vkw dieses Megakraftwerk zwischen dem Vermunt- und dem Silvrettasee im Montafon realisiert. Das Obervermunt II ist ein Pumpspeicherkraftwerk mit einer Leistung von 360 Megawatt und gehört mit seiner innovativen Technik zu den modernsten Kraftwerksanlagen der Welt. Durch die Pumpspeicherung kann Energie genau dann zur Verfügung gestellt werden, wenn sie gebraucht wird. Investiert wurden in das zweitgrößte Kraftwerk der Illwerke (nach dem Kopswerk II) rund 500 Millionen Euro.

Der deutsche Energieversorger EnBW sicherte sich vertraglich 50 Prozent des Stroms und beteiligte sich dafür an den Errichtungskosten. Aktuell läuft das Kraftwerk im Probebetrieb, heuer soll das Projekt abgeschlossen und am 7. Juni 2019 die offizielle Eröffnung gefeiert werden. Erstmals konnte das Ergebnis Tausender Arbeitsstunden 2018 in natura erlebt werden. „Wir konnten gemeinsam mit dem ,Ersten Drehen‘ erstmals die Turbine in Bewegung setzen. Für uns als Vorstand, für die Projektleitung und alle am Projekt Beteiligten war das ein ergreifender Moment. Seit Anfang Juli ist nun die Maschine 1 sogar im Probebetrieb“, betonen die Vorstände der Illwerke vkw, Christof Germann und Helmut Mennel. Stolz sind sie auch darauf, dass in den vergangenen knapp fünf Jahren nicht nur der eng gesteckte Zeitplan, sondern auch der avisierte Kostenrahmen eingehalten werden konnte.

Bekenntnis zur Wasserkraft

Für die Illwerke vkw ist Obervermunt II ein klares Bekenntnis zum Ausbau der Wasserkraft in Vorarlberg. Ziele des Projekts sind die Bereitstellung von zusätzlicher Regelenergie und entsprechender Kapazitäten für die Aufnahme von Strom zur Zwischenspeicherung. Zudem leistet das Kraftwerk einen wichtigen Beitrag zur die Versorgungssicherheit im europäischen Verbundnetz. Die Baustelle war dabei ein ambitioniertes Projekt. Nicht nur dass sie im Hochgebirge gelegen ist, erstreckt sie sich vom Silvrettastausee bergabwärts in fünf Baubereichen bis nach Partenen. Dabei wurde auch im Winter und damit zu einem Zeitpunkt gebaut, in dem die Versorgungsroute Silvretta-Hochalpenstraße gesperrt ist.

Die Menschen und Materialien kamen mittels Vermuntbahn, Tunnelbussen und einer Materialseilbahn nach oben und unten. Apropos Menschen: Viele engagierte Mitarbeiter waren am Projekt Obervermunt II beteiligt. Projektleiter Gerd Wegeler hat zehn Jahre seiner beruflichen Laufbahn diesem Projekt gewidmet. Dass es Herausforderungen geben würde, war ihm bewusst. „Wenn man ehrlich ist, kann man sich das im Vorhinein nicht alles im Detail ausmalen. Man kennt das Ziel und plant den Weg und ist dann bei einem Vorhaben dieser Dimension aber naturgemäß oft mit Abweichungen konfrontiert, die es auf Fahrplan zu bringen gilt.“

Wurde es einmal schwierig, setzte man sich zusammen, dann wurde diskutiert und eine Lösung gefunden. Das persönliche Motto des Projektleiters, um so ein Megaprojekt insgesamt zu stemmen: „Verschaffe dir stets einen Überblick, plane im Voraus und sei konsequent in der Umsetzung.“

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