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Washington: Bush stärkt Rumsfeld den Rücken

US-Präsident George W. Bush hat allen Rücktrittsforderungen an seinen Verteidigungsminister Donald Rumsfeld eine Absage erteilt.

Rumsfeld leiste „hervorragende“ Arbeit und sei ein „mutiger“ Führer im Kampf gegen den Terrorismus, sagte Bush am Montag nach einem demonstrativen Besuch im Pentagon in Washington. Die Vereinigten Staaten schuldeten Rumsfeld Dankbarkeit. Rumsfeld ist wegen des Skandals um Misshandlungen von irakischen Gefangenen durch US-Soldaten massiv unter Druck geraten.

Bush hatte zuvor mit seinem Sicherheitskabinett und Kommandanten im Irak das weitere Vorgehen abgestimmt. US-Medien bezeichneten das Treffen als Versuch der Schadensbegrenzung nach Bekanntwerden der Misshandlungs- und Foltervorwürfe im Irak. An dem Treffen nahm auch US-General John Abizaid, der die US-Truppen in Irak befehligt, per Videokonferenz teil, sagte Bushs Sprecher Scott McClellan. Auch US-Generalstabschef Richard Myers, dessen Stellvertreter Pete Pace und US-Geheimdienstchef George Tenet seien ins Pentagon bestellt worden.

Bush nannte die Misshandlung irakischer Häftlinge im Militärgefängnis von Abu Ghraib schändlich und grausam. Dies sei eine Beleidigung der Iraker und ein Affront gegen die grundlegenden Standards von Moral und Anständigkeit. Bush versprach erneut, die Schuldigen zur Rechenschaft zu ziehen.

Der US-Präsident machte deutlich, dass die USA weiterhin ein grundlegendes Interesse am Aufbau eines freien Irak als Alternative zu Gewalt und Terror im Nahen Osten hätten. Die Iraker sollten wissen, dass sich die von den USA geführte Koalition weiterhin der Unabhängigkeit und der nationalen Würde des Iraks verpflichtet fühlten, sagte Bush. Deshalb sei der 30. Juni als Tag für die Übergabe der Souveränität entscheidend.

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