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Waschbären in Vorarlberg: Sie kommen den Menschen immer Näher

©Klaus Zimmermann, Horst Lampelmayer
Dornbirn. Auch in Vorarlberg verlieren sie langsam ihren Exotenstatus: Waschbären sind unglaublich süß und verleiten dazu, sie im Garten zu füttern und zu versorgen. Das birgt aber Gefahren, wie Klaus Zimmermann von der inatura weiß.
Waschbärinvasion im Ländle?
Zimmermann im Interview

Waschbären sind zwar Wildtiere, werden aber immer wieder in Vorarlbergs Gärten gesichtet. “Gemeldet wurden uns in den letzten Jahren zehn Sichtungen bei uns im Rheintal. Wie viele Exemplare aber wirklich durch unsere Wälder streifen, kann man nicht genau sagen”, erklärt Klaus Zimmermann von der inatura Dornbirn gegenüber VOL.AT.

Nahrungssuche auch bei Menschen

Anzutreffen sind Waschbären in der freien Natur überall dort, wo es Wälder gibt, erklärt der Naturexperte: “Besonders Eichen- und Buchenwälder liefern ihnen ausreichend Früchte als Futter. Falls diese nicht genügen, gehen die nachtaktiven Wildtiere auch in menschlichen Siedlungen auf Nahrungssuche.” Beliebt sind hier Komposthaufen, Mülltonnen und Haustierschalen.

Infektionsgefahr bei Waschbärbiss

Wichtig ist deshalb für Anwohner, dass sie die Wildtiere mit ensprechend Respekt behandeln, weiß Zimmermann: “Abstand halten ist hier oberstes Gebot, sonst können sie aus Angst auch einmal zubeißen. Man würde sich zwar nicht schwer verletzen, aber eine Infektionsgefahr ist da. Darunter können einige exotische Krankheiten sein, die man sich durch so einen Biss holen kann.”

Füttern vermeiden

Auch sollte ein Waschbär möglichst wenig Nahrung im Garten finden können. Unbedingt zu vermeiden ist es, das Tier mit Futter anzulocken, warnt der Experte: “Sonst ist der Waschbär bald jede Nacht vor dem Haus und durchsucht Kompost und Mülltonnen. Dabei kann er neben Unordnung auch Schaden an Garten, Garage und Haus anrichten.” Wenn Sie ein Exemplar sehen oder aus sicherer Entfernung fotografieren können, melden sie es der inatura Fachberatung.

Als Pelztiere nach Europa gekommen

Ursprünglich kommen die Waschbären aus Nordamerika. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die Tiere aber auch in Europa als Haus- und Pelztiere gehalten. Durch Freisetzung oder Ausbrechen der Waschbären kam es zu einer weiteren Verbreitung. Es gibt Aufzeichnungen zu einzelnen Freisetzungsereignissen, die besagen, dass beispielsweise 1934 zwei Waschbärpaare in Deutschland ausgesetzt wurden, die den Ausgangspunkt der europäischen Populationen bildeten. „Als Ökologe glaube ich aber, dass mehrere solcher Ereignisse stattgefunden haben”, ergänzt Zimmermann.

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