Was heißt eigentlich lesen?

Die Jugendlichen haben ihr Leseverhalten analysiert und sich mit der Nutzung verschiedener Medien beschäftigt.
Die Jugendlichen haben ihr Leseverhalten analysiert und sich mit der Nutzung verschiedener Medien beschäftigt. ©Laurence Feider
Die 3c Klasse der MS Lustenauerstraße hat ein Projekt zu Lesen und Medien gemacht.
Lese- und Medienprojekt MS Lustenauerstraße

Dornbirn. Warum sollte man lesen können? Darauf haben die Schüler der 3c der MS Lustenauerstraße seit Anfang des Schuljahres in einem spannenden Klassenprojekt Antworten gesucht. Beschäftigt haben sie sich mit Medien, deren Nutzung sowie dem eigenen Leseverhalten und dem ihrer Mitschüler.

Lebenswichtig

Zu Beginn haben sich die Drittklässler mit ihrem eigenen Leseverhalten beschäftigt und Gründe gesucht, warum das Lesen wichtig ist. Dabei sind sie schnell draufgekommen, dass es selbst für „Lesemuffel“ viele praktische Argumente gibt wie „um nicht betrogen zu werden“ oder „einen guten Beruf zu bekommen“. Anschließend wurde das Leseverhalten an der Schule mittels Umfrage in allen Klassen analysiert. Die Ergebnisse machten den Drittklässlern bewusst, wie sich die Lesedauer ab der ersten Klasse sukzessive verringert und zunehmend weg von Büchern hin zu sozialen Medien verlagert. Auch dies sei für sie „echtes“ Lesen meinten die Schüler einhellig, räumten aber gleichzeitig ein, dass die hier verwendete Sprache nicht den deutschen Rechtschreibregeln entspricht.

Medientag bei Russmedia

Das Highlight für viele Schüler war der Medientag, bei dem sie den regionalen Medien auf den Zahn fühlten. Sie besuchten Antenne Vorarlberg, erfuhren wie Radio gemacht wird und nahmen einen eigenen Beitrag auf. Auch die Printmedien nahmen sie bei einer Führung durch die VN-Redaktion und die Russmedia-Druckerei unter die Lupe. „Es war total beeindruckend zu sehen, wie viel Arbeit hinter einer Zeitungsausgebe steht – obwohl von uns kaum jemand Zeitung liest“, so einer der Schüler.

Auch mit weiteren Medien wie Fernsehen und Social Media beschäftigten sich die Jugendlichen im Rahmen ihres Projektes. Praktische Tipps und Infos zur Mediennutzung bekamen sie im aha-Workshop „Lost in Information“. Neben der Vermittlung von Kriterien zur Quellenkritik wurden auch rechtliche Fragen zu Bild- und Urheberrechten im Workshop thematisiert.

Projekt präsentieren

Dem bei Jugendlichen beliebten Lesestoff „Comics“ widmeten sich die Schüler in einem Workshop im kreativen Schwerpunkt. Das dabei entstandene Comic-Buch wird bei einem Elternabend mit großer Projektpräsentation inklusive kleiner Ausstellung vorgestellt. „Mit unserem Projekt möchten wir zum Nachdenken anregen – unser Ziel war es eine Analyse und nicht eine Lösung zu präsentieren“, betont Klassenvorstand Susanne Troy.

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