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Was die Männerwelt begehrt

Ein Männer-Lifestylemagazin wollte es einmal genau wissen: Was braucht ein Mann, um ein ausbalanciertes Leben führen zu können. Über 1000 Männer wurden befragt und das Ergebnis war eindeutig:

Für 92 Prozent der Männer steht ausreichend Geld an erster Stelle. Dann folgen Treffen mit Freunden und genügend Zeit für Frau und Kinder. Was Männer offenbar also überhaupt nicht brauchen können sind Besuche von Verwandten – das scheint für „Mann“ der pure Stress zu sein.

Freunde sind wichtig

Stressen möchte sich Landesrat Dieter Egger nicht lassen. Für ihn sind „starke Wurzeln in familiärer Geborgenheit“ das Wichtigste von allem. „Natürlich ist es angenehm, über genügend Geld zu verfügen, aber für mich hat diese Seite des Lebens nicht die zentrale Bedeutung. Was nützt alles Geld der Welt ohne Geborgenheit, ohne Freunde. Ob Arm oder Reich, ein helles Bier mit seinen Freunden genießen kann man wohl auch dann, wenn man nicht mit Geld gesegnet ist. Und Freundschaften sind neben der Familie unverzichtbar, wenn man ein ausgeglichenes Leben führen möchte.“

Ehefrau und Kinder

„Was ‘Mann’ braucht, um glücklich zu sein, das weiß ich nicht“, bekennt Thomas Schiretz (Kulturamt der Stadt Bregenz). Was er braucht, weiß er aber genau: „In erster Linie meine Frau und meine drei Söhne, dann all jene, die sich mich und die ich mir ausgesucht habe, mit denen ich endlose Gespräche an lauen Sommerabenden bei Essen und Wein führen kann – ganz einfach menschliche Begegnungen jedweder Art! Ein Ambiente zum Wohlfühlen, gute Bücher, intelligente Filme, außergewöhnliche Hörgenüsse und interessante Ausstellungen und einen Job, der mir all diese Dinge ermöglicht und so viel einbringt, dass man davon leben kann, und was ich naturgemäß auch noch brauche: die einzige große Konstante des Universums.“

Familie im Vordergrund

„Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ – das hat der Bregenzer Gastronom Johann „Joe“ Pirker alles schon selbst erlebt, für ihn ist daher „abgesichert sein sehr wichtig, um mit innerer Ruhe in die Zukunft blicken zu können. Und dieses Abgesichertsein ist natürlich auch mit materieller Sicherheit verbunden.“ Da es diese materielle Sicherheit nicht immer geben kann, sind Frau, Kinder und Freunde für ihn zumindest ebensowichtig. „Wenn es einem materiell schlechter geht, dann kann man sich auf sie verlassen. Für mich ist der Kreis der Schlaraffen ein Lebensborn – und ohne meine Familie, ich wüsste nicht, wie ich die schweren Stunden des Lebens geschafft hätte.“

„Dass Geld nicht glücklich macht“ – von dieser Weisheit hält Vorarlbergs Heereskommandant Brigadier Gottfried Schröckenfuchs nicht viel: „Wenn man kein Geld hat, ist man sicher nicht glücklicher.“ Aber auch mit der Soldatenweisheit „Bier, Freunde, Frauen“ kann er nicht viel anfangen. „Natürlich ist ein gemütlicher Hock in Freundeskreisen wichtig, und natürlich ist eine Partnerin fürs Leben noch wichtiger, aber zumindest ebenso wichtig ist es, vom Leben gefordert zu werden. Im Beruf, körperlich und geistig. Das führt zu Ausgeglichenheit und das sind für mich die wichtigsten Grundlagen für ein erfülltes Leben.“

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