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Was braucht das Hatlerdorf?

Besucher informierten sich über die Zentrumsentwicklung Hatlerdorf
Besucher informierten sich über die Zentrumsentwicklung Hatlerdorf ©Edith Rhomberg
Anstelle einer Durchzugsstraße wollen die Menschen Orte der Begegnung und Plätze für mehr Lebensqualität.
Hatlerdorf*live Impulse

Dornbirn. Seit rund zehn Monaten befasst sich die KulturInitiative Hatlerdorf mit der Entwicklung des Zentrums ihres Stadtteils. An die 800 Unterschriften, zum Zeitpunkt der Übergabe an Bürgermeisterin Andrea Kaufmann am 18. Mai waren es schon 760 Unterschriften, nehmen die Mitglieder als klaren Auftrag, sich gemeinsam einzubringen und das Recht auf Mitbestimmung wahrzunehmen. Unmittelbarer Anlass für die Gründung einer Bürgerinitiative war bekanntlich der Verkauf der Rose an die Handelskette SPAR. Wachgerüttelt und stark sensibilisiert durch die Vorstellung des drohenden Abrisses des Gebäudes und der möglichen Errichtung eines überdimensionierten Einkaufszentrums für „Kofferraumkunden“, engagieren sich betroffene Bewohner für eine nachhaltige Entwicklung des Stadtteilzentrums hin zu bedeutend mehr Lebensqualität für die Menschen. Autorin Sylvia Taraba, Sprecherin der KulturInitiative Hatlerdorf und Hatlerin seit 37 Jahren, wie sie sagte, eröffnete am 12. Juni eine weitere Veranstaltung zum Thema Stadtteilentwicklung – Information und Bewusstseinsbildung – bei der fünf Referenten Impulse von unterschiedlichen Standpunkten einbrachten. Sie sprach über Gewohntes, Vertrautes, über Identität und darüber, dass SPAR für gewachsene kulturelle und soziale Zusammenhänge die Mitverantwortung tragen sollte.

„Das Herz geht mir auf, wenn Bürger sich engagieren und sich einbringen“, betonte Wolfgang Fiel, der in seiner Eigenschaft als Architekt zu den Besuchern sprach, die ins „Scharfe Eck“ in der Adlergasse gekommen waren. Er machte auch klar dass es nicht ausreicht, gegen etwas zu sein und dass ein entsprechendes Konzept überzeugen muss, dass die Alternative mehr kann. „Projekte müssen Zeit haben zu wachsen“ sagte Fiel. Aus der Rose sollte kein Nichtort entstehen, wie er es nannte. Als Beispiel zeigte er eine mögliche Alternative auf: „Durch die gemeinschaftliche Entwicklung und den Betrieb einer Kochschule, eines Nachbarschaftshotels und eines Parks mit Nutzgarten, wollen die Bürger der Rose Schritt für Schritt neues Leben einhauchen und damit verhindern, dass das Areal von der wuchernden Landnahme einer weiteren prototypischen Vorstadtarchitektur zersetzt und schlussendlich zerstört wird“.

Mit der Kochschule schloss er an die Gedanken und Worte von Renate Breuss, Leiterin Werkraum Bregenzerwald und FH-Dozentin an, deren Idee eine derartige Einrichtung ist. Breuss hob die Pionierleistung des Fabrikbesitzers Viktor Hämmerle hervor, der im Jahr 1889 die erste Koch- und Haushaltungsschule gründete, die älteste in ganz Österreich. Die Autorin des Buches „Das Maß des Kochens“ hat in Bezug auf die Rose den Traum, dem Kochen einen Ort zu schaffen, wo aktive, sinnliche und persönliche Vermittlung in einem Lebensraum für alle stattfinden kann. Urs Schwarz, Raiba Landesbank Bregenz, berichtete schließlich vom Schmuckstück „Bartle – Üser Wirtshus“ das in Riefensberg, einem Dorf mit nur 1.000 Einwohnern entstanden ist. „Es gibt Menschen, die Herzblut in eine Sache stecken“, sagte er und gab damit einen der Gründe für das Funktionieren der Bürgerbeteiligung in der kleinen Bregenzerwälder Gemeinde, die vielleicht auch für das Hatlerdorf Vorbild sein könnte. Von Gerda Schnetzer-Sutterlüty, Büro für Regional- und Standortentwicklung, bekamen die Hatlerdorfer Statements von diversen Autoren. Unter anderem zitierte sie aus „Mut zur Schönheit“ (Streitschrift gegen die Verschandelung Österreichs) vom Journalisten Tarek Leitner: „Unsere Lebensumgebung, die Gestaltung unserer Gebäude und Plätze wird oft ausschließlich durch die wirtschaftliche Brille betrachtet.“ Demnach sollte nicht die Zahl, die unter dem Strich steht, das Maß der Dinge sein. Auch nicht im Hatlerdorf.

Weitere Informationen unter: www.hatlerdorf.at

Nächster Termin:  3. Juli 14 bis 17 Uhr
1. PLANUNGS-WERKSTATT zum Projekt „Planung Zentrum Hatlerdorf“  Pfarrheim Hatlerdorf.

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