Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

"Was aus Liebe getan wird, ist jenseits von Gut und Böse"

Die Angeklagte bestritt, dass sie die angeklagten Drohungen in ihrem Facebook-Account geschrieben habe.
Die Angeklagte bestritt, dass sie die angeklagten Drohungen in ihrem Facebook-Account geschrieben habe. ©AP/VOL.AT
Feldkirch - „Dich mach ich fertig!“: Geldstrafe für gefährliche Drohung auf Facebook.

Was aus Liebe getan wird, geschieht immer jenseits von Gut und Böse.“ Richter Richard Gschwenter zitierte während der Verhandlung den deutschen Philosophen Friedrich Nietzsche (1844–1900). Dennoch hatte der Strafrichter das Geschehene, das aus den Wirrungen der Liebe entstanden war, zu bestrafen.

Wegen gefährlicher Drohung verurteilte er am Landesgericht Feldkirch die unbescholtene Arbeiterin zu einer teilbedingten Geldstrafe von 840 Euro – 140 Tagessätze zu je sechs Euro. Davon beträgt der unbedingte, zu bezahlende Teil 420 Euro. Das Urteil, das die Angeklagte annahm, ist nicht rechtskräftig. Die mögliche Höchststrafe hätte ein Jahr Gefängnis ausgemacht.

Racheakt

Nach Überzeugung des Gerichts hatte die 21-Jährige im Vorjahr zwischen Mai und Juni eine 19-Jährige mit Facebook-Nachrichten im strafrechtlichen Sinne bedroht. „Dich mach’ ich fertig!“, hatte demnach die Produktionsmitarbeiterin von ihrem Facebook-Account der Friseurin geschrieben.

Der Hintergrund dafür dürfte sein, dass die Angeklagte sich wohl im Namen einer Freundin rächen wollte. Ein Mann hatte allem Anschein nach ein Verhältnis mit der Freundin der Angeklagten und der Friseurin. Deswegen hatten die Freundin der Beschuldigten und die Friseurin einen Konflikt, in den sich die Angeklagte eingemischt haben dürfte.

Angeklagte bestreitet

Die Angeklagte bestritt, dass sie die angeklagten Drohungen in ihrem Facebook-Account geschrieben habe. Wahrscheinlich habe ihre Freundin, die mittlerweile ihre Ex-Freundin ist, die Nachrichten an ihre Rivalin verfasst. Jedenfalls hätten ihre Ex-Freundin, ihre Mutter und Freundinnen ihre Codes gekannt und damit Zugang zu ihrem Account in dem sozialen Netzwerk gehabt.

Der Richter glaubte aber nicht der Angeklagten, sondern dem Opfer. Die 19-jährige Friseurin sagte als Zeugin aus, ihr gegenüber habe die Angeklagte zugegeben, die Facebook-Drohungen geschrieben zu haben.

(Quelle: NEUE/Seff Dünser)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • "Was aus Liebe getan wird, ist jenseits von Gut und Böse"
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen