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Wanderfalken auf dem Pfänderstock vergiftet

Wanderfalken vergiftet - Ein Jäger aus Bregenz und der Landesveterinär waren dem skrupellosen Züchter auf die Schliche gekommen.
Wanderfalken vergiftet - Ein Jäger aus Bregenz und der Landesveterinär waren dem skrupellosen Züchter auf die Schliche gekommen. ©AP
Bregenz - Taubenzüchter präparierte Tauben mit Gift. Wanderfalken fast komplett ausgerottet.

Es ist ein äußerst brutaler Fall von Tierquälerei, der sich im Bereich des Pfänderstocks zugetragen hat. Ein Taubenzüchter aus Hard präparierte seine Tauben mit Gift und rottete dadurch fast den kompletten Stand der Wanderfalken aus, wie Bernhard Martin, Beamter der Polizeiinspektion Hard, erklärt. „Der Züchter hat den Tauben eine Mischung aus Honig und Gift in den Nacken geschmiert und sie fliegen lassen. Die Falken, die die Tauben dann aufgegriffen haben, sind verendet.“

Taubenzüchter vernichtete Falkenpopulation am Pfänder

Wie viele Falken darüber hinaus durch das Gift mit dem Namen Carbofuran zu Tode kamen, könne derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Aus zwei Gründen: Einerseits sei noch nicht bekannt, wie sich das Gift verhält – also ab welchem Zeitpunkt die tödliche Wirkung nachlasse und ob weitere Tiere auch jetzt noch davon betroffen sein könnten. Andererseits handle es sich um Wildtiere, die nicht registriert sind und folglich einfach nicht entdeckt wurden. Laut APA gingen die Ermittler am Samstagvormittag von mindestens zehn verendeten Tieren aus.

Nicht nur Tierschützern drängt sich nach solch einer grausamen Tat die Frage nach dem Warum auf. Bernhard Martin kennt die Antwort: „Dem Züchter wurden täglich drei bis vier Tauben geschlagen. Das stellte einen sehr hohen Verlust für ihn dar. Er wollte die Angriffe der Falken verhindern. Aber so geht das natürlich nicht.“

Skrupelloser Züchter

Ein Jäger aus Bregenz und der Landesveterinär waren dem skrupellosen Züchter auf die Schliche gekommen. Sie hatten einen Verdacht und der Polizei von dem Vorgehen des Mannes berichtet. Als Beamte dann 100 Meter neben dem Taubenschlag in Hard eine tote Taube sowie einen toten Marder vorfanden, war der Fall klar. Die Kadaver wurden eingeschickt, der Verdacht hat sich bestätigt. Dem Züchter steht nun eine Anzeige wegen Tierquälerei, schwerem Eingriff in fremdes Jagdrecht und vorsätzlicher Beeinträchtigung der Umwelt ins Haus.

„Noch ist der Abschlussbericht nicht fertiggestellt, aber die Anzeige wird folgen“, zeigt Martin das strikte Vorgehen gegen den Tierquäler auf. Die Falken der Adlerwarte am Pfänder blieben von den Giftattacken verschont. Eine Mitarbeiterin gab auf Nachfrage der VN Entwarnung: „Wir haben gleich die nächste Flugshow. Bei uns sind keine Falken betroffen.“

Falken wie Raubtiere an Gift vereendet

Bei einer Hausdurchsuchung bei dem Taubenzüchter wurde Gift gefunden, dessen Besitz in Österreich verboten ist. “Der Verdächtige hat es nach eigenen Angaben aus Serbien eingeführt”, erklärte Bernhard Martin. Der Züchter schmierte einzelnen Tauben eine Mischung aus Honig und Gift in den Nacken und ließ sie fliegen. Jene Falken, welche die Tauben schlugen, verendeten ebenso an dem Gift, wie jene Raubtiere, die die vom Himmel gefallenen Vögel am Boden fraßen. Auch, wieviele Wildtiere neben den Falken an der Giftmischung vereendet sind, könne nicht mit Sicherheit festgestellt werden.

Das Gift könne laut Auskunft von Experten auch gesundheitliche Schäden bei Menschen verursachen. Diese würden allerdings als gering eingeschätzt.

(VN/ Wolfgang Heyer; APA; VOL.AT)

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