Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Wanderausstellung zeigt Geschichte der Skimarke Kästle

Ausstellung von 23. Mai bis 20. Juni in Feldkirch - ab Herbst unter anderem in Bregenz und Hohenems.
Ausstellung von 23. Mai bis 20. Juni in Feldkirch - ab Herbst unter anderem in Bregenz und Hohenems. ©Wirtschaftsarchiv
Sie waren jahrelang die Siegerbretter von Toni Sailer, Pirmin Zurbriggen und Anita Wachter. Zum Jubiläum der Skimarke Kästle zeigt das Wirtschaftsarchiv Vorarlberg in Feldkirch vom 23. Mai bis 20. Juni die Ausstellung "Bergauf Bergab - 90 Jahre Kästle Ski". Zu sehen wird etwa das erste paar Ski von 1924 sein, aber auch Fotos und Dokumente, die die bewegte Geschichte des Unternehmens widerspiegeln.

1924 schnitzte der Vorarlberger Wagnermeister Anton Kästle in der Hohenemser Werkstatt seines Vaters aus Eschenholz ein Paar Ski und begann fünf Jahr später mit der Ski-Produktion unter der Marke “Arlberg”. Der große Durchbruch gelang Kästle aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Legendäre Erfolge mit Kästle-Ski feierten unter anderem Toni Sailer in den 1950 Jahren und Pirmin Zurbriggen in den 1980.

Produktion bei Head

Im Jahr 1968 übernahm die oberösterreichische Fischer-Skidynastie – Josef Fischer und seine Schwester Selma Sturmberger – die Vorarlberger Skifabrik Anton Kästle. In diese Zeit fallen auch die goldenen Jahre des Unternehmens. In den 1980 Jahren erreichte die Mitarbeiterzahl mit rund 400 Beschäftigten ihren Höchststand, im Schnitt verließen jährlich bis zu 400.000 Paar Ski das Werk in Hohenems. 1988 verstarb der Gründer von Kästle, Anton Kästle sen., drei Jahre später erfolgte der Verkauf an den italienischen Mischkonzern Benetton und wenige Jahre später der sang- und klanglose Untergang.

Seit 2007 werden Ski der Vorarlberger Traditionsmarke wieder hergestellt – und zwar größtenteils bei Head in Kennelbach. Mehrheitseigentümer des reaktivierten Unternehmens ist der KTM-Eigentümer Rudolf Knünz.

Kästle-Fans können die lange, bewegte Geschichte der heimischen Skimarke in einer Ausstellung von 27. Mai bis 20 Juni im Wirtschaftsarchiv Vorarlberg in Feldkirch Revue passieren lassen. Gezeigt werden Fotos und Dokumente aus der Sport- und Wirtschaftsgeschichte des Unternehmens sowie zahlreiche Skimodelle, die in der Zeit von 1925 bis 1997 in Hohenems produziert wurden. Eine Schautafel wird sich den zahlreichen Migranten widmen, die in Spitzenzeiten mehr als die Hälfte der Belegschaft des Unternehmens stellten.

“Wanderschaft” geplant

Im Herbst soll “Bergauf Bergab – 90 Jahre Kästle Ski” auf Wanderschaft gehen. Geplant als Ausstellungsorte sind unter anderem die Städte Bregenz und Hohenems.

Einen noch tieferen Einblick in die Geschichte der Traditionsmarke bietet die Datenbank der Vorarlberger Museumsdokumentation, die auf der Website des Wirtschaftsarchivs Vorarlberg zu finden ist. Dort ist die gesamte Kästle-Sammlung online abrufbar. Sie umfasst mehrere Tausend Fotos und historische Dokumente – darunter Bilder von etwa 300 Paar Skiern aus der gesamten Kästle-Ära – sowie Befragungen von Zeitzeugen.

Die Sammlung war dem Wirtschaftsarchiv Vorarlberg 2012 von den ehemaligen Kästle-Mitarbeitern Gebhard Schneider und Horst Wehinger übergeben worden. Die Historikerin Vanessa Hämmerle hat die Sammlung in den vergangenen zwei Jahren gemeinsam mit dem 2007 neu gegründeten Unternehmen Kästle wissenschaftlich aufgearbeitet.

Infobox

“Bergauf Bergab – 90 Jahre Kästle Ski”, Ausstellung im Wirtschaftsarchiv Vorarlberg, Neustadt 37, 6800 Feldkirch, 23. Mai bis 20. Juni 2014, Di und Fr 13-17 Uhr und nach Vereinbarung,

(APA)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Wanderausstellung zeigt Geschichte der Skimarke Kästle
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen