Walser für Grüne nach Wien

Schwarzach - Harald Walser geht als Spitzenkandidat für die Vorarlberger Grünen für die Nationalratswahl. Der Direktor des Feldkircher Gymnasiums sprach mit den "VN" über seine Kandidatur.

VN: Sie wollen für die Grünen in den Nationalrat, gestern wurde das überraschend vom Grünen Landesvorstand gutgeheißen. Weshalb das Engagement?
Walser: Ich glaube, dass ich im Bereich Bildung im Parlament viele Dinge einbringen kann, die ich als normaler Bürger nicht einbringen konnte. Auch aufgrund der Praxis als Direktor einer großen Schule reizt es mich schon sehr, auf der politischen Ebene Dinge mitzubewegen, die eben bewegt werden müssen. Ich habe die Hoffnung, dass ich als Praktiker bildungspolitische Akzente setzen kann.

VN: Sind Sie sich so sicher, dass die Grünen in Vorarlberg ein Mandat erreichen?
Walser: Ja. Davon bin ich fest überzeugt.

VN: Sie sind politischer Quereinsteiger. Was befähigt Sie für die Kandidatur?
Walser: Ich habe Erfahrungen im initiativen Bereich. So habe ich die Johann-August-Malin-Gesellschaft und im Bereich der Bildung die Vorarlberger Lehrerinitiative (VLI) mitbegründet. Somit habe ich nicht in parteipolitischer Hinsicht, sondern in gesellschaftspolitischer Hinsicht Gedanken im Land eingebracht.

VN: Wie kams zum Kontakt mit den Grünen?
Walser: Das war nach der schwarz-blauen Wende, da hat mich Ekkehart Muther in die Grüne Bildungswerkstatt geholt. Ich habe mich in diesen Jahren sehr wohl gefühlt und bald politisch gespürt, dass das meine Partei ist.

VN: Spielte Johannes Rauch da tatsächlich keine Rolle?
Walser: Johannes Rauch ist für mich ein wesentlicher Punkt, warum ich überhaupt in die Politik einsteige. Wir sind befreundet, haben ein sehr vertrauensvolles Verhältnis.

VN: Und Rauch ist erleichtert, dass er jemanden gefunden hat, der für ihn nach Wien geht.
Walser: Johannes Rauch ist schlicht unverzichtbar im Land – das ist meine persönliche Einschätzung.

VN: Sie sind derzeit Direktor des Feldkircher Bundesgymnasiums. Dieser Job ist dann hinfällig …
Walser: Das ist sicherlich so, da wird es Gespräche und eine Übergabe geben müssen.

VN: Am 6. August wird Ihre Kandidatur bei der Landesversammlung der Grünen besiegelt, Sie sind einziger Kandidat. Somit tauschen Sie die großen Ferien gegen einen heißen Wahlkampf. Was ist geplant?
Walser: Ich habe vor, aktiv im Wahlkampf aufzutreten – und möchte vor allem auch neue Kommunikationsformen wie das Internet nutzen. Ich glaube aber, dass ich bereits ein relativ klares Profil habe, wo ich politisch stehe. Von den Grundsätzen her ist es also keine Frage, wer Harald Walser ist.

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