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Walli verdingte sich als Discoking

Roberto Kalin half tatkräftig bei der Absetzung des Landes-Walli.
Roberto Kalin half tatkräftig bei der Absetzung des Landes-Walli. ©Harald Pfarrmaier
Bregenz. (hapf) Die närrische Machtübernahme im Landhaus machte es möglich: Landeshäuptling Markus Wallner tauchte im Faschingsgetümmel als Discoking Walli unter und überließ bis zum Anbruch des Aschermittwochs den närrischen Hoheiten das Regieren.
Landhaus in Narrenhand

Die Harder Schlösslefeagar und der Bregenzer Fanfarenzug schränzten, tromepteten, posaunten und trommelten was das Zeug hielt. Bis weit auf die Römerstraße herunter waren die Begleitklänge zu hören, die der Absetzung des Landeshäuptlings voraus gingen. Bestens betreut vom Hörbranzer Raubritter Alexander Fitz und von Althippie Kuno Bachstein vom Veranstaltungsmanagement des Landes, bereiteten sich in der Eingangshalle des Landhauses das Bregenzer Prinzenpaar Prinz Ore LVII., Martin II. und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Christine II. sowie Abordnungen der Altenstädter Fasnachtstzunft, der Spältabürger Feldkirch und der Närrischen Riebelzunft Frastanz auf die Amtsenthebung des Landeshäuptlings vor. Unterstützt wurden sie dabei von den Narraseckl Bregenz-Vorkloschter und der Bregenzer Faschingsgesellschaft. Mit Walter Gasser, der am Faschingsdienstag Geburtstag feiern konnte, Tone Salzmann, Ramon Schmid, Hans Hotz, Thomas und Christiane Hackspiel und Walter mit Sandra Corona war auch eine starke Abordnung der Bregenzer Altprinzen vertreten. Die Stimme des Bregenzer Faschings, Roberto Kalin, moderierte erstmals den närrischen Landhausempfang. Angenehm, kompetent, kurzweilig, mit hintergründigen Späßchen und vielen Fasnachtsinformationen bestand er seine Premiere meisterhaft.

Schutztruppe abgelenkt durch Höchster Teenie Garde 

Walli, angetreten als Discoking und in Begleitung seines Groupies Sonja, bot zwar den giftgrünen Waldgeist  Erich, den clownesken Zirkusdirektor Karlheinz und den großen Zauberer Merlin alias Christian zu seinem Schutz auf. Die wurden jedoch in fieser Absicht von der Höchster Teenie Garde abgelenkt, die ein so tolles Showprogramm bot, dass weder der Statthalter noch einer der Räte daran dachte, ihren Häuptling in Sicherheit zu bringen. Auch Landhauskapitän Günther E. Bärle vergaß ganz auf seinen Chef.  Ganz perfide war jedoch das Ablenkungsmanöver, das sich Walli ausgedacht hatte. Er ließ seine Präsidentin Gabi und seine Rätinnen Greti, Andrea und Bernadette als heißblütige Spanierinnen auftreten. Sie sollten den närrischen Hoheiten die Köpfe verdrehen und sie die Machtübernahme vergessen lassen.

Roberto Kalin durchschaute den Trick

Doch der Trick funktionierte nicht. Mit großartiger Hilfe von Moderator Roberto Kalin, der die überaus verführerischen Damen in ein hochintellektuelles Interview verwickelte und sie geschickt zu immer neuem Geplapper reizte, schritt das Bregenzer Prinzenpaar fast hinterrücks zur Tat. Prinz Ore LVII., Martin II. und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Christine II. stimmten ihren Ore-Ore-Hit „Bregenz ist die schönste Stadt“ an, verwirrten alle mit ihrem akrobatischen Kosaktentanz und im Handstreich war das Landhaus in ihrer Hand.  Diebische Freude kam dabei bei Blutsauger Michl Drakul Ritsch auf. Hin und her gerissen zwischen Freude und Trauer war das Flower-Power-Gärtnerpärchen Diedi und Gertraud Egger. Den kurzfristigen Abgang versüßte das Prinzenpaar Häuptling Walli und seinen Rätinnen und Räten mit der Verleihung des Prinzenordens. Über den durften sich auch Landtagspräsidentin Gabriele Nußbaumer und Landesamtsdirektor Günther Eberle freuen. Die vom Landeshäuptling dem närrischen Volk spendierte Atzung, in bester Qualität der Landhausküche von Reinhard Lässer, erlaubten es Discoking Walli und seinem Groupie Sonja sich unbemerkt aus dem Staub zu machen und dem vorgesehenen Exil zu entziehen.   

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