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Waldbrandgefahr in Vorarlberg auch über Silvester hoch - Schnee erst im neuen Jahr

Trockene Wälder: Heuer ist die Gefahr für durch Feuerwerk ausgelöste Brände besonders hoch.
Trockene Wälder: Heuer ist die Gefahr für durch Feuerwerk ausgelöste Brände besonders hoch. ©VOL.AT/Paulitsch, Pletsch
Kaum Niederschläge im November und Dezember bedeuten nicht nur Schneemangel in den Skigebieten, sondern vor allem auch hohe Waldbrandgefahr in Vorarlberg mitten im Winter. Vor allem in der Region oberhalb der Nebelgrenze ab 1.000 Meter kann Feuerwerk fatale Folgen haben.
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Im Gegensatz zum Südosten Österreichs, wo in ganzen Regionen ein totales Feuerwerkverbot erlassen wurde, sieht man davon in Vorarlberg vorerst noch ab.

Waldbrandgefahr: Schnee wäre allen recht

Nach Auskunft der Landeswarnzentrale werde die Situation aber täglich in Zusammenarbeit mit der ZAMG beobachtet und bewertet. Bis zu einer konkreten Gefährdungsänderung bestünden die normalen Vorsichtsmaßnahmen und üblichen Warnungen für Waldgebiete.

Aber auch hier bereitet die seit Wochen herrschende Trockenheit Kopfzerbrechen. “Es wäre allen recht, wenn Schnee käme”, fasst Kurt Giselbrecht, Leiter der Brandverhütungsstelle Vorarlberg, die Stimmung unter den Kollegen zusammen.

Erhöhte Brandgefahr durch Feuerwerkskörper

In den betroffenen Gebieten kann schon der kleinste Funke ausreichen, um einen Großbrand zu entfachen. Neben weggeworfenen Zigaretten stellen zum Jahrewechsel auch Feuerwerkskörper eine Gefahr dar. Fast jedes Jahr gibt es zu Silvester Waldbrände, die durch Böller und Raketen ausgelöst werden.

Bereits am 14. Dezember war oberhalb von Götzis eine Wiesenfläche mit einem Durchmesser von rund 100 Meter in Brand geraten. Das Feuer wurde sowohl vom Hubschrauber aus als auch durch die Feuerwehr am Boden bekämpft und rasch unter Kontrolle gebracht. Als Ursache werden ein nicht abgelöschtes Lagerfeuer oder Zigarettenkippen angenommen. (“Wiesenbrand in Götzis führt zu Großeinsatz der Feuerwehr“)

Silvester-Wetter: Es wird langsam kälter

In den kommenden Tagen bis zum Jahreswechsel ist bezüglich Waldbrandgefahr keine Besserung in Sicht. Während im Osten Österreichs russische Kaltluft für einen Temperatursturz von bis zu 20 Grad sorgt, bleibt Vorarlberg im Einflussgebiet milder Atlantikluft. Eines haben die beiden Systeme jedoch gemeinsam: Die Luft ist trocken, mit Regen bzw. Neuschnee ist erst am kommenden Wochenende und somit bereits im neuen Jahr zu rechnen.

Was die Temperaturen betrifft, kühlt es in Vorarlberg unten wie oben nur langsam ab. Während es in der Nacht durchaus leichte Minusgrade hat (Glatteisgefahr v.a. in den Nebelzonen), liegen die Höchstwerte im Rheintal durchgängig bei +5 Grad. Auch in den Bergen gibt es erst im neuen Jahr Dauerfrost, die Höchsttemperatur auf 2.000 Meter lag am Montag noch bei +8 Grad.

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