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Wahlfaules Österreich

Die Wahlbeteiligung bei Nationalratswahlen liegt seit 1990 unter 90 Prozent. [13.8.99]

Bei Nationalratswahlen besteht keine Wahlpflicht. Zuletzt gestrichen wurde diese in Kärnten, Steiermark, Tirol und Vorarlberg vor der Wahl 1994.

Bis 1994 war seit 1945 ein relativ kontinuierlicher Abwärtstrend zu verzeichnen. Erst in der Ära Kreisky konnten – mit konstant mehr als 92 Prozent – wieder etwas mehr Bürger für den Gang zur Urne gewonnen werden.

Unter den Bundesländern ist das Burgenland traditionell eines jener mit der höchsten Wahlbeteiligung, 1995 war es Spitzenreiter mit fast 90 Prozent. Tirol und Vorarlberg, die früher auch immer sehr hohe Werte aufwiesen, sind nach der Streichung der Wahlpflicht seit 1994 zurückgefallen – Vorarlberg sogar an die letzte (1994) bzw. vorletzte (1995) Stelle.

Wien hat traditionell meist die niedrigste Beteiligung; seit 1970 wurde in der Bundeshauptstadt die 90-Prozent-Marke nicht mehr erreicht. Als einziges Bundesland blieb Wien auch 1995 unter der 80-Prozent-Marke, die bereits 1990 und 1994 unterschritten wurde.

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(Bild: VN-Archiv)

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