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Wahlbetrug in Vandans: Vallaster (ÖVP) tritt ab

Der Vandanser ÖVP-Ortsparteiobmann Manfred Vallaster (47) hat sich 109 Vorzugsstimmen zu viel gegeben. Seine Begründung: Er habe Angst gehabt, seine Parteifreunde würden aus der Gemeindevertretung gekippt.

Ein gefundenes Fressen für das blaue Vandans. Ausgerechnet der ÖVP-Ortsobmann hat das Wahlergebnis zu seinen Gunsten beeinflusst. Der Ex-Landtagsabgeordnete Manfred Vallaster war am Sonntag gleichzeitig Wahlbeisitzer und Kandidat auf der einzigen Liste „Gemeinsam für Vandans“. Zuständig für das Vorlesen der Vorzugsstimmen verlas er seinen eigenen Namen gleich 109 Mal zu viel, verbuchte statt 32 insgesamt 141 Vorzugsstimmen und rückte dadurch um einen Listenplatz nach vorne.

„Ich hatte mitbekommen, dass ein politischer Mitbewerber der FPÖ dank der Vorzugsstimmen von Rang 25 auf 20 vorgerückt war und hatte Angst, dass meine Parteifreunde aus der Gemeindevertretung gekippt werden“, versucht Vallaster sein „spontanes“ Vorgehen zu rechtfertigen.

„Es war ein Blackout. Den Fehler nehme ich auf meine Kappe“, so der 47-Jährige weiter. Sauer ist er allerdings auf Vizebürgermeister Michael Zimmermann (FPÖ), der auch als Wahlbeisitzer tätig war. „Er hat mitbekommen, dass das Wahlergebnis nicht stimmen kann, hat die Listen trotzdem unterschrieben und mich auflaufen lassen“, ärgert sich der ÖVPler.

Betrug aufgeflogen

Aufgeflogen war der Wahlbetrug nachdem in einem der drei Wahlsprengel der 3000-Einwohner-Gemeinde unverhältnismäßig viele Vorzugsstimmen für Vallaster eingegangen waren. „Eine Nachzählung hat den Verdacht bestätigt. Die Gemeinde hat eine Sachverhaltsdarstellung über die Bezirkshauptmannschaft an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet“, bestätigt der Vandanser Bürgermeister Burkhard Wachter.

Er sprach von Vertrauensbruch und erwartet den Rücktritt des Gemeindemandatars. Den hat Vallaster schon vollzogen. „Er hat seine Ämter als Ortsobmann und Gemeindevertreter zurückgelegt“, bestätigt ÖVPKlubobmann Markus Wallner. „Damit hat er die persönlichen Konsequenzen gezogen. Die Sache ist für uns erledigt!“

Ganz erledigt ist der Fall für den 47-jährigen Vandanser allerdings nicht. Im Gegenteil: Nach der Anzeige bei der Staatsanwaltschaft muss Vallaster mit einem Gerichtsverfahren rechnen. Nach dem Strafgesetzbuch droht auf Fälschung bei Wahlen eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren.

Vallaster war übrigens schon einmal mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Als Vorsitzender der JVP war es wegen irreführender Verwendung von Daten zu einer Anzeige gekommen. Nur die Immunität als Landtagsabgeordneter schützte ihn damals vor einer Strafverfolgung.

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