Wahl des italienischen Präsidenten

Im italienischen Parlament hat am Dienstag der dritte Wahlgang für die Wahl eines neuen Präsidenten begonnen. Der zweite Wahlgang war am Dienstagnachmittag ergebnislos ausgegangen.

Mehr als die Hälfte der 1.010 Wahlmänner gaben am Dienstag leere Stimmzettel ab. Damit konnte keiner der beiden Kandidaten die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit erreichen. Erst im vierten Wahlgang reicht eine einfache Mehrheit. Dazu dürfte es erst am Mittwoch kommen.

Das Mitte-Links-Bündnis des designierten Ministerpräsidenten Romano Prodi unterstützt nach wie vor die Kandidatur des Kommunisten Giorgio Napolitano um das Präsidentenamt. Gegen ihn schickte das Lager des scheidenden Regierungschefs Silvio Berlusconi dessen Vertrauten Gianni Letta ins Rennen. Bereits am Montag hatten die Vertreter von Prodis Bündnis leere Stimmzettel abgegeben, um ihrem Kandidaten Napolitano ein negatives Ergebnis zu ersparen.

Prodi versuchte, den Dialog mit der Opposition offen zu halten. Ex-Kammerpräsident Pier Ferdinando Casini, Spitzenpolitiker der christdemokratischen UDC, rief Berlusconi auf, Napolitano als Kandidat zu unterstützen. Napolitano sei ein angesehener Politiker, der gut als Staatschef amtieren werde. Berlusconi will jedoch die Wahl eines „Kommunisten“ für den Posten des Präsidenten nicht begünstigen.

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